{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-1_NA_2021-10-19_1_StR_519_20_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2021:191021B1STR519.20.0","court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2021-10-19","aktenzeichen":"1 StR 519/20","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n1 StR 519/20\nvom\n19. Oktober 2021\nin der Strafsache\ngegen\n\n1.\n\n2.\n\nwegen zu 1.: Steuerhinterziehung u.a.\nzu 2.: Beihilfe zur Steuerhinterziehung\n\nEinziehungsbeteiligte:\n\nhier: Anhörungsrüge der Einziehungsbeteiligten\n\nECLI:DE:BGH:2021:191021B1STR519.20.0\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 19. Oktober 2021 beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge der Einziehungsbeteiligten vom 28. September 2021 gegen das Urteil des Senats vom 28. Juli 2021 wird auf\nihre Kosten zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Der Senat hat die Revision der Einziehungsbeteiligten mit Urteil vom\n28. Juli 2021 verworfen. Dagegen wendet sich diese mit ihrer Anhörungsrüge\n(§ 356a StPO) vom 28. September 2021.\n\n2 1. Die zulässige Anhörungsrüge ist unbegründet, weil das Urteil vom\n28. Juli 2021 die verurteilte Einziehungsbeteiligte nicht in ihrem Anspruch auf\nrechtliches Gehör verletzt. Der Senat hat bei der Entscheidung aufgrund der Revisionshauptverhandlung weder Verfahrensstoff verwertet, zu dem die Revisionsführerin nicht gehört worden wäre, noch hat er zu berücksichtigendes Vorbringen\nübergangen oder in sonstiger Weise das rechtliche Gehör der Einziehungsbeteiligten verletzt. Er hat seine Entscheidung ausführlich begründet und die entscheidungserheblichen Punkte eingehend abgehandelt, insbesondere auch die mit der\nRüge unter II. 1. und 2. erneut aufgeworfenen.\n\n3 Der Vortrag der verurteilten Einziehungsbeteiligten zur Begründung ihrer\nAnhörungsrüge erschöpft sich letztlich in einer Wiederholung und Vertiefung des\nRevisionsvorbringens. Die Anhörungsrüge dient jedoch – zumal wenn wie hier im\nRahmen einer Revisionshauptverhandlung rechtliches Gehör gewährt worden\n\nist – nicht dazu, das Revisionsgericht dazu zu veranlassen, das Revisionsvorbringen nochmals zu überprüfen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 15. Januar 2020\n– 2 StR 472/18 Rn. 2 und vom 19. November 2014 – 1 StR 114/14 Rn. 6).\n\n4 Im Kern enthalten die (neuerlichen) Ausführungen der Verurteilten den\nVorwurf, der Senat habe in der Sache fehlerhaft entschieden. Mit diesem\nVorbringen kann sie aber im Rahmen des § 356a StPO nicht gehört werden\n(Senatsbeschlüsse vom 12. März 2019 – 1 StR 356/18 Rn. 6 und vom\n19. November 2014 – 1 StR 114/14 Rn. 7).\n\n5 2. Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung\ndes § 465 Abs. 1 StPO.\n\nRaum Jäger Fischer\n\nBär Leplow\n\nVorinstanz:\nLG Bonn, 18.03.2020 - 213 Js 41/19 62 KLs 1/19 84 Ss 7/20","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-10-19/1-str-519-20","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 465","ref_norm":"465","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (CE-BGH) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-10-19/1-str-519-20","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","retrieved":"2026-10-24 07:52:37.348321+00:00"}}