{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-3_NA_2021-06-16_3_StR_157_21_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2021:160621B3STR157.21.0","court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"2021-06-16","aktenzeichen":"3 StR 157/21","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n3 StR 157/21\n\nvom\n16. Juni 2021\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Vergewaltigung u.a.\n\nECLI:DE:BGH:2021:160621B3STR157.21.0\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 16. Juni 2021 gemäß\n§ 349 Abs. 2, § 354 Abs. 1 analog StPO einstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\nOldenburg vom 26. November 2020 wird verworfen; jedoch wird für\ndie Taten 1 und 19 der Urteilsgründe jeweils eine Einzelfreiheitsstrafe von sechs Monaten festgesetzt.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die\nder Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.\n\nGründe:\n\n1 Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Vergewaltigung in vier Fällen, davon in drei Fällen in Tateinheit mit sexuellem Missbrauch eines Kindes,\nwegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes in 14 Fällen, davon in elf Fällen in\nTateinheit mit sexueller Nötigung, wegen versuchten sexuellen Missbrauchs eines Kindes in drei Fällen, jeweils in Tateinheit mit versuchter sexueller Nötigung,\nund wegen sexueller Nötigung in drei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von\nvier Jahren verurteilt. Dagegen wendet sich der Angeklagte mit seiner auf die\nRüge der Verletzung sachlichen Rechts gestützten Revision. Das Rechtsmittel\nist unbegründet, da die Nachprüfung des Urteils aufgrund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.\n\n2 Allerdings hat es das Landgericht - augenscheinlich versehentlich - unterlassen, für die Taten 1 und 19 der Urteilsgründe jeweils ausdrücklich eine Einzelstrafe zu bemessen. Diese setzt der Senat entsprechend § 354 Abs. 1 StPO in\nbeiden Fällen auf sechs Monate Freiheitsstrafe fest, weil die Strafkammer bei\neiner vergleichbaren Tat (Tat 16) auf eine solche erkannt hat und insgesamt auszuschließen ist, dass sie eine andere Strafe innerhalb des nach § 176 Abs. 4\nStGB eröffneten Rahmens von drei Monaten bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe\nverhängt hätte. Dem steht das Verbot der Schlechterstellung gemäß § 358 Abs. 2\nSatz 1 StPO nicht entgegen (vgl. etwa BGH, Beschlüsse vom 16. September\n2010 - 4 StR 433/10, NStZ-RR 2010, 384; vom 23. August 2016 - 3 StR 166/16,\njuris Rn. 2, jeweils mwN).\n\nBerg Wimmer Paul\n\nAnstötz Erbguth\n\nVorinstanz:\nLandgericht Oldenburg, 26.11.2020 - 6 KLs 13/20 511 Js 15245/20","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-06-16/3-str-157-21","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354","ref_norm":"354","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 358","ref_norm":"358","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 176","ref_norm":"176","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-06-16/3-str-157-21","retrieved":"2026-10-24 07:54:46.802758+00:00"},"card":{"id":"bgh/2021-06-16/3-str-157-21","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"3. 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