{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-5_NA_2021-04-13_5_StR_70_21_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2021:130421B5STR70.21.0","court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"2021-04-13","aktenzeichen":"5 StR 70/21","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n5 StR 70/21\n\nvom\n13. April 2021\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen gefährlicher Körperverletzung u.a.\n\nECLI:DE:BGH:2021:130421B5STR70.21.0\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 13. April 2021 gemäß\n§ 349 Abs. 2 StPO beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\nDresden vom 25. November 2020 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nErgänzend bemerkt der Senat:\n\nSoweit die Strafkammer bei der nachträglichen Gesamtstrafenbildung mit den\nStrafen aus dem Urteil des Amtsgerichts Dresden vom 11. September 2019 neben einer Einzelfreiheitsstrafe von vier Monaten nicht – wie zur Vorstrafensituation festgestellt – zwei Geldstrafen von 60 Tagessätzen und sechs Geldstrafen\nvon 30 Tagessätzen, sondern acht Einzelgeldstrafen von 60 Tagessätzen einbezogen hat, kann der Senat angesichts der moderaten Erhöhung der Einsatzstrafe\nvon zwei Jahren und vier Monaten auf eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten ausschließen, dass diese bei Berücksichtigung der geringeren Geldstrafen milder ausgefallen wäre.\n\nDass die Strafkammer bei Prüfung der Maßregel nach § 64 StGB das Vorliegen\neines symptomatischen Zusammenhangs abgelehnt hat (die Tat sei zwar unter\n\nEinfluss von Crystal begangen worden, jedoch habe dadurch keine erhebliche\nEnthemmung stattgefunden), lässt zwar auf ein zu enges Verständnis vom inneren Zusammenhang schließen, weil bereits eine – hier festgestellte – Mitursächlichkeit der Intoxikation für die Tatbegehung ausreicht (st. Rspr., vgl. etwa BGH,\nBeschluss vom 9. Februar 2021 – 6 StR 17/21). Die Nichtanordnung der Maßregel erweist sich nach den Feststellungen gleichwohl im Ergebnis als zutreffend.\nDenn der Angeklagte konsumiert seit 2018 keine Betäubungsmittel mehr, so dass\nzum Zeitpunkt der erstinstanzlichen Entscheidung (vgl. zu dessen Relevanz\nBGH, Beschluss vom 18. Dezember 2019 – 2 StR 331/19 mwN) im\nNovember 2020 – anders als noch zu der von der Strafkammer hierfür offenbar\nmaßgeblich erachteten Tatzeit im Juli 2017 – kein Hang vorlag.\n\nCirener Mosbacher Köhler\n\nResch von Häfen\n\nVorinstanz:\nLandgericht Dresden, 25.11.2020 - 15 KLs 613 Js 39717/17 613 Js 39717/17","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-04-13/5-str-70-21","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 64","ref_norm":"64","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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