{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2021:110221B6STR25.21.0","court":"BGH","senate":"6. Strafsenat","decided":"2021-02-11","aktenzeichen":"6 StR 25/21","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n6 StR 25/21\n\nvom\n11. Februar 2021\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Vergewaltigung u.a.\n\nECLI:DE:BGH:2021:110221B6STR25.21.0\n\nDer 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 11. Februar 2021 gemäß § 349\nAbs. 2 StPO beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\nWeiden i.d. OPf. vom 30. September 2020 wird als unbegründet\nverworfen.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die\nder Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.\n\nErgänzend zu der Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:\n\nEs führt nicht zur Unzulässigkeit der Rüge der Verletzung des § 171b Abs. 3\nSatz 2 GVG, dass nicht mitgeteilt worden ist, welche Ausführungen der Angeklagte in seinem letzten Wort gemacht hätte, wenn die während der Inaugenscheinnahme der Bildaufnahmen von dem Tatgeschehen auf Antrag der Nebenklägerin gemäß § 171b Abs. 3 Satz 1 GVG ausgeschlossene Öffentlichkeit auch\nfür die Schlussanträge ausgeschlossen worden wäre. Denn die ordnungsgemäße Erhebung einer Verfahrensrüge (§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO) erfordert nur\ndie Angabe der den Verfahrensmangel selbst enthaltenden Tatsachen, nicht\njedoch Ausführungen zum Beruhen (vgl. BGH, Urteil vom 24. Juli 1998\n– 3 StR 78/98 Rn. 10 mwN).\n\nDie Rüge ist jedoch unbegründet. Der Senat kann ausschließen, dass das Urteil\nauf dem Verfahrensverstoß beruht, weil hier nichts dafür ersichtlich ist, dass der\n\nAngeklagte bei einem Ausschluss der Öffentlichkeit während der Schlussvorträge das letzte Wort dazu genutzt hätte, Angaben zu machen, die Einfluss auf\nden Schuld- oder Strafausspruch hätten haben können.\n\nSander Schneider Feilcke\n\nTiemann Fritsche\n\nVorinstanz: Weiden i.d. OPf., LG, 30.09.2020 – 14 Js 4708/19 1 KLs","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-02-11/6-str-25-21","cited_norms":[{"jurabk":"GVG","ref":"§ 171b","ref_norm":"171b","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 344","ref_norm":"344","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-02-11/6-str-25-21","retrieved":"2026-10-24 07:56:51.414673+00:00"},"card":{"id":"bgh/2021-02-11/6-str-25-21","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"6. Strafsenat","date":"2021-02-11","dockets":["6 StR 25/21"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BGH:2021:110221B6STR25.21.0","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BGH:2021:110221B6STR25.21.0"},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 11.02.2021 – 6 StR 25/21","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-02-11/6-str-25-21","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"GVG/171b","law":"GVG","abbreviation":"GVG","ref":"171b","label":"§ 171b GVG","mentions":2},{"id":"StPO/344","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"344","label":"§ 344 StPO","mentions":1},{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:56:51.414673+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}