{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-2_NA_2021-06-08_2_StR_51_21_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2021:080621B2STR51.21.0","court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"2021-06-08","aktenzeichen":"2 StR 51/21","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n2 StR 51/21\nvom\n8. Juni 2021\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen bewaffneten Bandenhandels mit Betäubungsmitteln u.a.\n\nECLI:DE:BGH:2021:080621B2STR51.21.0\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Beschwerdeführers und auf Antrag des Generalbundesanwalts am 8. Juni 2021 gemäß § 349\nAbs. 2 StPO beschlossen:\n\n1. Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\nAachen vom 15. Juli 2020 wird mit der Maßgabe als unbegründet\nverworfen, dass der Teilfreispruch entfällt.\n\n2. Der Angeklagte hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\n1 Das Landgericht hat den Angeklagten unter Freispruch im Übrigen wegen\n„bewaffneten Bandenhandels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie bandenmäßigen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht\ngeringer Menge“ zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Darüber hinaus hat es die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt angeordnet und den Wert von Taterträgen in Höhe von 7.950 € eingezogen.\n\n2 Das Rechtsmittel des Angeklagten bleibt ohne Erfolg.\n\n3 Die auf die Sachrüge erfolgte umfassende Überprüfung des angefochtenen Urteils hat keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben. Soweit das Landgericht den Angeklagten jedoch „klarstellend“ im Übrigen freigesprochen hat, weil es abweichend von der Anklage im Fall II.1 der Urteilsgründe\neine Verkaufstätigkeit des Angeklagten im Cafè A. nicht bereits ab dem\n\n16. März 2018, sondern erst ab dem 1. Juni 2018 festgestellt hat, hat dieser Teilfreispruch zu entfallen. Die Anklage und der Eröffnungsbeschluss haben wegen\ndieses Tatvorwurfs zutreffend nur eine einheitliche Tat angenommen. Für einen\nTeilfreispruch war daher kein Raum, wenn – wie hier – einzelne Teilakte einer\neinheitlichen Tat nicht erwiesen sind. Das Verschlechterungsverbot (§ 358 Abs. 2\nStPO) steht der Änderung des Schuldspruchs nicht entgegen (vgl. BGH, Beschluss vom 19. Mai 2020 – 6 StR 83/20 mwN).\n\nFranke Krehl Meyberg\n\nGrube Schmidt\n\nVorinstanz:\nLandgericht Aachen, 15.07.2020 - 61 KLs-901 Js 21/19-23/19","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-06-08/2-str-51-21","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 358","ref_norm":"358","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (CE-BGH) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-06-08/2-str-51-21","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","retrieved":"2026-10-24 07:53:38.979548+00:00"},"card":{"id":"bgh/2021-06-08/2-str-51-21","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. 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