{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2021:050121B5STR175.20.0","court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"2021-01-05","aktenzeichen":"5 StR 175/20","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n5 StR 175/20\n\nvom\n5. Januar 2021\nin der Strafsache\ngegen\n\n1.\n\n2.\n\n3.\n\nwegen Mordes u.a.\n\nhier: Anhörungsrügen\n\nECLI:DE:BGH:2021:050121B5STR175.20.0\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 5. Januar 2021 beschlossen:\n\nDie Anhörungsrügen der Verurteilten M. , Mü. und B.\nwerden auf ihre Kosten zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Der Senat hat die Revisionen der Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Leipzig vom 4. Juni 2019 durch Beschluss vom 18. August 2020 als unbegründet verworfen. Mit am 8. September 2020 eingegangenen Schreiben gleichen Datums beantragen die Verurteilten die Nachholung rechtlichen Gehörs gemäß § 356a StPO.\n\n2 Es kann offenbleiben, ob die Anhörungsrüge des Verurteilten Mü. bereits deshalb unzulässig ist, weil er die vermeintliche Nichtberücksichtigung der\nGegenerklärung eines Mitverurteilten beanstandet. Die Anhörungsrügen sind\njedenfalls unbegründet; es liegt keine Verletzung rechtlichen Gehörs vor. Der\nSenat hat bei seiner Entscheidung weder Tatsachen oder Beweisergebnisse zum\nNachteil der Verurteilten verwertet, zu denen sie nicht gehört worden sind, noch\nhat er zu berücksichtigendes entscheidungserhebliches Vorbringen übergangen\noder den Anspruch auf Gewährung rechtlichen Gehörs in sonstiger Weise verletzt.\n\n3 Die Revisionsbegründung des Verurteilten M. hat der Senat in vollem\nUmfang bedacht und gewürdigt, sich aber zu einer weitergehenden Begründung\nnicht veranlasst gesehen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 30. Juni 2014\n\n– 2 BvR 792/11, NJW 2014, 2563). Dasselbe gilt für die Revisionsrechtfertigungen der Verurteilten Mü. und B. sowie die Gegenerklärung des Verurteilten\nB. vom 29. Juli 2020, insbesondere die darin enthaltenen Aufklärungsrügen.\nAus dem Wortlaut des Senatsbeschlusses folgt ersichtlich nicht, dass diese Ausführungen unberücksichtigt geblieben sind. Vielmehr war insoweit eine Begründung des Senats – auch unter Berücksichtigung der Gegenerklärung (vgl. BGH,\nBeschlüsse vom 28. Januar 2015 – 5 StR 491/14 und vom 9. Dezember 2008\n– 5 StR 426/08) – nicht erforderlich (vgl. BGH, Beschluss vom\n13. Dezember 2007 – 1 StR 497/07).\n\n4 Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung des\n§ 465 Abs. 1 StPO (KK-StPO/Gericke, 8. Aufl., § 356a Rn. 14 mwN).\n\nCirener Berger Mosbacher\n\nResch von Häfen\n\nVorinstanz:\nLeipzig, LG, 04.06.2019 - 100 Js 40760/16 1 Ks","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-01-05/5-str-175-20","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 465","ref_norm":"465","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-01-05/5-str-175-20","retrieved":"2026-10-24 07:56:40.864636+00:00"},"card":{"id":"bgh/2021-01-05/5-str-175-20","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"5. 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