{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-1_NA_2021-02-04_1_StR_143_20_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2021:040221B1STR143.20.0","court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2021-02-04","aktenzeichen":"1 StR 143/20","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n1 StR 143/20\nvom\n4. Februar 2021\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen versuchten Mordes u.a.\n\nhier: Anhörungsrüge\n\nECLI:DE:BGH:2021:040221B1STR143.20.0\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 4. Februar 2021 beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten vom 13. Dezember 2020 gegen den Beschluss des Senats vom 18. Juni 2020 wird auf seine\nKosten zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Der Senat hat die Revision des Verurteilten mit Beschluss vom\n18. Juni 2020 gemäß § 349 Abs. 4 StPO im Adhäsionsausspruch zum Teil als\nbegründet erachtet und die weitergehende Revision gemäß § 349 Abs. 2 StPO\nals unbegründet verworfen. Dagegen wendet sich der Verurteilte mit der Anhörungsrüge vom 13. Dezember 2020.\n\n2 Er beanstandet im Wesentlichen, dass lediglich die über seinen Verteidiger eingelegte Revision berücksichtigt worden sei, nicht aber sein Vorbringen in\nder von ihm selbst verfassten Revision, für die er nicht einmal eine Empfangsbestätigung erhalten habe.\n\n3 Die Gehörsrüge nach § 356a StPO ist unzulässig, weil der Antragsteller\nnicht mitteilt, wann er erstmals von der möglichen Verletzung rechtlichen Gehörs\nKenntnis erlangt hat, sondern lediglich erwähnt, dass er den Senatsbeschluss\nam 7. Dezember 2020 erneut über das Landgericht Tübingen erhalten habe. In\nFällen, in denen sich – wie hier – die Einhaltung der Frist des § 356a Satz 2 StPO\nnicht schon aus dem aus den Akten ersichtlichen Verfahrensgang ergibt, gehört\n\njedoch die Mitteilung des nach § 356a Satz 2 StPO für den Fristbeginn maßgeblichen Zeitpunkts der Kenntniserlangung von den tatsächlichen Umständen, aus\ndenen sich die Gehörsverletzung ergeben soll, und dessen Glaubhaftmachung\n(§ 356a Satz 3 StPO) zu den Zulässigkeitsvoraussetzungen des Rechtsbehelfs\n(vgl. BGH, Beschluss vom 1. September 2020 – 3 StR 595/19 Rn. 2 mwN).\n\n4 Die Rüge wäre aber auch unbegründet, da eine Verletzung rechtlichen\nGehörs nicht vorliegt. Der Senat hat bei der Entscheidung weder Verfahrensstoff\nverwertet, zu dem der Revisionsführer nicht gehört worden wäre, noch zu berücksichtigendes Vorbringen übergangen. Insbesondere lagen ihm auch die\nSchreiben des Verurteilten vor.\n\n5 Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung des\n§ 465 Abs. 1 StPO.\n\nRaum Fischer Hohoff\n\nLeplow Pernice\n\nVorinstanz:\nTübingen, LG, 17.12.2019 - 32 Js 10113/19 5 Ks","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-02-04/1-str-143-20","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":4},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 465","ref_norm":"465","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-02-04/1-str-143-20","retrieved":"2026-10-24 07:52:23.156545+00:00"},"card":{"id":"bgh/2021-02-04/1-str-143-20","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. Strafsenat","date":"2021-02-04","dockets":["1 StR 143/20"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BGH:2021:040221B1STR143.20.0","ids":{"doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-1_NA_2021-02-04_1_StR_143_20_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2021:040221B1STR143.20.0"},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 04.02.2021 – 1 StR 143/20","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2021-02-04/1-str-143-20","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Die Anhörungsrüge des Verurteilten vom 13. Dezember 2020 gegen den Beschluss des Senats vom 18. Juni 2020 wird auf seine\nKosten zurückgewiesen.","basis":"court_formula","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"StPO/356a","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"356a","label":"§ 356a StPO","mentions":4},{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":2},{"id":"StPO/465","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"465","label":"§ 465 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:52:23.156545+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}