{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-5_NA_2020-09-29_5_ARs_11_20_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:290920B5ARS11.20.0","court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"2020-09-29","aktenzeichen":"5 ARs 11/20","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n5 ARs 11/20\n5 AR (VS) 20/20\n\nvom\n29. September 2020\nin der Justizverwaltungssache\nbetreffend\n\nwegen Rechtmäßigkeit von Maßnahmen der Justizbehörden\n\nhier: Löschung einer Eintragung im Bundeszentralregister\n\nECLI:DE:BGH:2020:290920B5ARS11.20.0\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 29. September 2020 beschlossen:\n\nDie Anträge auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe und auf Beiordnung eines beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalts für die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des\nOberlandesgerichts Hamm vom 9. Juni 2020 werden zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Der Beschwerdeführer hat am 16. August 2019, am 4. März 2020 und\nam 8. Mai 2020 mehrere Richter des 1. Strafsenats des Oberlandesgericht\nHamm sowie einen dort in der Vergangenheit tätigen Richter am Landgericht\nwegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt, am 4. März 2020 die Gewährung\nvon Prozesskostenhilfe für eine Anhörungsrüge gegen einen Beschluss des 1.\nStrafsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 1. August 2019 beantragt, am\n16. und 19. August 2019 sowie am 28. Mai 2020 (erneut) die Gewährung von\nProzesskostenhilfe für einen beabsichtigten Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung bzw. für einen beabsichtigten Antrag auf gerichtliche Entscheidung nach den §§ 23 ff. EGGVG gegen einen Bescheid des Bundesamtes für\nJustiz vom 12. Dezember 2018 beantragt, am 4. März 2020 die Bewilligung von\nProzesskostenhilfe unter Beiordnung eines namentlich nicht bezeichneten\nRechtsanwalts für einen Antrag auf Zulassung der Rechtsbeschwerde gegen\nden Beschluss des 1. Strafsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 1. August 2019 bzw. auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäu-\n\nmung der Frist zur Einlegung und Begründung einer Rechtsbeschwerde gegen\neinen Beschluss des 1. Strafsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 16.\nSeptember 2019 beantragt, sowie am 16. August 2019, am 4. März 2020 und\nam 28. Mai 2020 die Aussetzung des Verfahrens beantragt.\n\n2 Das Oberlandesgericht Hamm hat all diese Anträge und Gesuche mit\ndem angefochtenen Beschluss vom 9. Juni 2020 als unzulässig verworfen bzw.\nzurückgewiesen. Hiergegen beabsichtigt der Antragsteller Rechtsbeschwerde\nzu erheben und hat mit Schreiben vom 17. Juli 2020 Prozesskostenhilfe und die\nBeiordnung eines beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalts beantragt.\n\n3 Die Anträge haben keinen Erfolg.\n\n4 1. Nach § 29 Abs. 4 EGGVG sind auf die Bewilligung der Prozesskostenhilfe die Vorschriften der Zivilprozessordnung entsprechend anzuwenden.\nGemäß § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO setzt die Bewilligung von Prozesskostenhilfe\ninsbesondere voraus, dass die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet. Daran fehlt es hier offensichtlich, denn die beabsichtigte Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Hamm vom 9. Juni 2019 wäre unzulässig, weil das Oberlandesgericht die Rechtsbeschwerde gegen die Verwerfung der Ablehnungsgesuche\nsowie die Zurückweisung der Prozesskostenhilfeanträge und der Aussetzungsanträge nicht gemäß § 29 Abs. 1 EGGVG bzw. gemäß § 29 Abs. 4 EGGVG in\nVerbindung mit § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO zugelassen hat, wobei Schweigen Nichtzulassung bedeutet (vgl. BGH, Beschluss vom 1. September 2011\n– 5 AR (VS) 46/11).\n\n5 2. Die Beiordnung eines Rechtsanwalts kommt angesichts der fehlenden\nErfolgsaussichten des Prozesskostenhilfeantrags nicht in Betracht (vgl. BGH,\nBeschluss vom 4. Februar 2020 – 5 AR (VS) 89/19).\n\nGericke Mosbacher Köhler\n\nResch von Häfen\n\nVorinstanz:\nHamm, OLG, 09.06.2020 – III - 1 VAs 1/19","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-09-29/5-ars-11-20","cited_norms":[{"jurabk":"GVGEG","ref":"§ 29","ref_norm":"29","n":3},{"jurabk":"GVGEG","ref":"§ 23","ref_norm":"23","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 114","ref_norm":"114","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 574","ref_norm":"574","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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