{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-11_NA_2020-04-28_XI_ZR_129_19_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:280420BXIZR129.19.0","court":"BGH","senate":"11. Zivilsenat","decided":"2020-04-28","aktenzeichen":"XI ZR 129/19","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nXI ZR 129/19\n\nvom\n\n28. April 2020\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2020:280420BXIZR129.19.0\n\nDer XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 28. April 2020 durch den\nVizepräsidenten Prof. Dr. Ellenberger, die Richter Dr. Joeres und Dr. Matthias,\ndie Richterin Dr. Menges sowie den Richter Dr. Schild von Spannenberg\n\nbeschlossen:\n\nDie Nichtzulassungsbeschwerde der Kläger gegen den Beschluss\ndes 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Stuttgart vom\n20. Februar 2019 wird zurückgewiesen, weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat und die Fortbildung des Rechts\nsowie die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts nicht erfordern (§ 543 Abs. 2\nSatz 1 ZPO).\n\nDas gilt auch, soweit die Kläger nach Ablauf der Frist - jetzt - des\n§ 544 Abs. 4 ZPO Wiedereinsetzung für ihr Vorbringen begehren,\ndie Sache habe aufgrund des Ausgangs des Vorabentscheidungsersuchens auf den Vorlagebeschluss des Landgerichts\nSaarbrücken vom 17. Januar 2019 (1 O 164/18, WM 2019,\n1444 ff.; dazu EuGH, Urteil vom 26. März 2020 - C-66/19, \"Kreissparkasse Saarlouis\", WM 2020, 688 ff.) Grundsatzbedeutung,\nweil der Senat auszusprechen habe, dass die Beklagte die Kläger\nnicht klar und verständlich über ihr Widerrufsrecht informiert habe.\nDen Klägern ist Wiedereinsetzung in die Beschwerdebegründungsfrist für diesen nachgeschobenen Zulassungsgrund nicht zu\ngewähren. Die Kläger hätten eine angeblich grundsätzlich klärungsbedürftige Diskrepanz zwischen Unionsrecht und nationaler\nVerweisungstechnik innerhalb der bis zum 25. Oktober 2019 verlängerten Beschwerdebegründungsfrist vortragen können (vgl.\n\nSenatsbeschluss vom 2. April 2019 - XI ZR 488/17, juris\nRn. 13 ff.). Sie haben daher die Beschwerdebegründungsfrist zur\nGeltendmachung dieses Zulassungsgrunds unabhängig davon\nnicht unverschuldet versäumt, ob und unter welchen Voraussetzungen Wiedereinsetzung in die Frist des § 544 Abs. 4 ZPO überhaupt gewährt werden könnte, um Zulassungsgründe nachzuschieben. Die Beschwerde ist, soweit die Kläger den Zulassungsgrund nach Ablauf der Beschwerdebegründungsfrist geltend machen, schon deshalb unzulässig (vgl. Senatsbeschluss vom\n17. September 2013 - XI ZR 124/11, juris). Davon abgesehen hat\nder Senat nach Erlass des Urteils des Gerichtshofs vom 26. März\n2020 keinen Anlass, im Verhältnis der Parteien zueinander seine\nständige Rechtsprechung im Sinne der nachgeschobenen Beschwerdebegründung zu ändern (vgl. eingehend Senatsbeschlüsse vom 31. März 2020 - XI ZR 581/18, juris und - XI ZR 198/19, juris).\n\nIm konkreten Fall kommt hinzu, dass das Berufungsgericht die Berufung der Kläger gegen das klageabweisende Urteil des Landgerichts zurückgewiesen hat, weil es die Geltendmachung von aus\ndem Widerruf resultierenden Rechtsfolgen tragend als rechtsmissbräuchlich erachtet hat. Auf den mit der nachgeschobenen\nBegründung ergänzend vorgetragenen Gesichtspunkt kommt es\nim Verhältnis der Parteien zueinander mithin, was die Kläger\nübersehen, nicht an.\n\nVon einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 6 Satz 2\nHalbsatz 2 ZPO abgesehen.\n\nDie Kläger tragen die Kosten des Beschwerdeverfahrens\n(§ 97 Abs. 1 ZPO).\n\nDer Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt bis\n65.000 €.\n\nEllenberger Joeres Matthias\n\nMenges Schild von Spannenberg\n\nVorinstanzen:\nLG Stuttgart, Entscheidung vom 30.08.2018 - 6 O 231/17 -\nOLG Stuttgart, Entscheidung vom 20.02.2019 - 6 U 249/18 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-04-28/xi-zr-129-19","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":3},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 97","ref_norm":"97","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-04-28/xi-zr-129-19","retrieved":"2026-10-24 08:02:08.695329+00:00"},"card":{"id":"bgh/2020-04-28/xi-zr-129-19","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"11. 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