{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:240820BVIIIZB54.20.0","court":"BGH","senate":"8. Zivilsenat","decided":"2020-08-24","aktenzeichen":"VIII ZB 54/20","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nVIII ZB 54/20\n\nvom\n\n24. August 2020\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2020:240820BVIIIZB54.20.0\n\nDer VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 24. August 2020 durch die\nVorsitzende Richterin Dr. Milger, die Richterin Dr. Fetzer, den Richter Kosziol,\ndie Richterin Dr. Liebert und den Richter Dr. Schmidt\n\nbeschlossen:\n\nDie Rechtsbeschwerde der Klägerin gegen den Beschluss des\nOberlandesgerichts Stuttgart vom 20. November 2019 - 9 W\n52/19 - wird auf ihre Kosten als unzulässig verworfen.\n\nGründe:\n\n1 1. Die von der Klägerin mit Schreiben vom 2. Januar 2020 eingelegte\nRechtsbeschwerde gegen den vorbezeichneten Beschluss des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 20. November 2019, mit dem die sofortige Beschwerde der\nKlägerin gegen den ihr Ablehnungsgesuch gegen den erstinstanzlichen Richter\nablehnenden Beschluss des Landgerichts Heilbronn vom 16. September 2019\nverworfen wurde, ist unzulässig. Eine Rechtsbeschwerde ist gegen diesen Beschluss nicht statthaft, weil dies weder im Gesetz ausdrücklich bestimmt ist\nnoch das Beschwerdegericht die Rechtsbeschwerde in dem angefochtenen\nBeschluss zugelassen hat (§ 574 Abs. 1 ZPO). Die Rechtsbeschwerde ist darüber hinaus auch deshalb unzulässig, weil sie nicht von einem am Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist (§ 78 Abs. 1 Satz 3\nZPO).\n\n2 2. Der Senat geht davon aus, dass die Klägerin mit ihrem Schreiben vom\n11. Januar 2020 keine Rechtsbeschwerde gegen das Urteil des Landgerichts\nHeilbronn vom 20. Dezember 2019 - 10 O 249/18 - einlegen wollte. Gegen ein\n\nUrteil des Landgerichts im ersten Rechtszug ist nicht die Rechtsbeschwerde\neröffnet, sondern nur die Berufung nach § 511 ZPO. Dementsprechend hat das\nOberlandesgericht das mit Schriftsatz vom 11. Januar 2020 eingelegte Rechtsmittel der Klägerin als Berufung ausgelegt und hierüber mit Beschluss vom\n14. April 2020 entschieden. Der Senat geht zu Gunsten der Klägerin davon aus,\ndass sie neben dem einzig statthaften Rechtsmittel nicht zusätzlich das unstatthafte Rechtsmittel der Rechtsbeschwerde einlegen wollte, dessen ansonsten\nerforderliche Verwerfung für sie weitere Kosten verursachen würde.\n\n3 3. Dem weiteren Schreiben der Klägerin vom 23. März 2020 ist keine zusätzliche Rechtsbeschwerde gegen eine konkrete vorinstanzliche Entscheidung\nzu entnehmen. Lediglich ergänzend weist der Senat darauf hin, dass sich hieraus eine zulässige Rechtsbeschwerde ohnehin nicht ergeben könnte. Denn\nRechtsbeschwerden müssen grundsätzlich durch einen am Bundesgerichtshof\nzugelassenen Rechtsanwalt eingelegt werden und sind nur unter den oben genannten Voraussetzungen des § 574 Abs. 1 ZPO statthaft.\n\nDr. Milger Dr. Fetzer Kosziol\n\nDr. Liebert Dr. Schmidt\nVorinstanzen:\nLG Heilbronn, Entscheidung vom 20.12.2019 - 10 O 249/18 -\nOLG Stuttgart, Entscheidung vom 14.04.2020 - 9 U 22/20 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-08-24/viii-zb-54-20","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 574","ref_norm":"574","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 78","ref_norm":"78","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 511","ref_norm":"511","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-08-24/viii-zb-54-20","retrieved":"2026-10-24 08:00:17.473609+00:00"},"card":{"id":"bgh/2020-08-24/viii-zb-54-20","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"8. 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