{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-11_NA_2020-03-24_XI_ZR_311_18_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:240320BXIZR311.18.0","court":"BGH","senate":"11. Zivilsenat","decided":"2020-03-24","aktenzeichen":"XI ZR 311/18","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nXI ZR 311/18\n\nvom\n\n24. März 2020\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2020:240320BXIZR311.18.0\n\nDer XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 24. März 2020 durch den\nVizepräsidenten Prof. Dr. Ellenberger, die Richter Dr. Grüneberg und\nDr. Matthias, die Richterin Dr. Derstadt sowie den Richter\nDr. Schild von Spannenberg\n\nbeschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge der Klägerin gegen den Beschluss des Senats\nvom 4. Februar 2020 wird auf ihre Kosten zurückgewiesen.\n\nDie Gegenvorstellung des Prozessbevollmächtigten der Beklagten\ngegen die Festsetzung des Gegenstandswerts in diesem Beschluss des Senats wird zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 1. Die Anhörungsrüge ist zurückzuweisen, da das als übergangen gerügte Vorbringen vom Senat geprüft und nicht für durchgreifend erachtet worden\nist. Von einer näheren Begründung wird nach § 544 Abs. 6 Satz 2 Halbsatz 2\nZPO abgesehen, der im Anwendungsbereich des § 321a Abs. 4 Satz 5 ZPO\nentsprechend anwendbar ist (vgl. BVerfGK 18, 301, 307; Senatsbeschlüsse\nvom 9. August 2017 - XI ZR 200/17, juris Rn. 3 und vom 25. April 2018 - XI ZR\n589/17, juris Rn. 2, jeweils mwN).\n\n2 2. a) Die gegen die Wertfestsetzung in dem Senatsbeschluss vom\n4. Februar 2020 gerichtete Gegenvorstellung des Prozessbevollmächtigten der\nBeklagten ist in entsprechender Anwendung von § 32 Abs. 2 Satz 1 RVG statthaft (vgl. Senatsbeschlüsse vom 16. April 2014 - XI ZR 38/13, juris Rn. 1 und\nvom 24. Juli 2018 - XI ZR 740/17, juris Rn. 1) und auch innerhalb der analog\n\ngeltenden sechsmonatigen Frist gemäß § 68 Abs. 1 Satz 3, § 63 Abs. 3 Satz 2\nGKG (vgl. Senatsbeschlüsse vom 22. November 2016 - XI ZR 305/14, juris\nRn. 1 und vom 24. Juli 2018 aaO) eingelegt worden.\n\n3 b) In der Sache hat die Gegenvorstellung keinen Erfolg, weil die erfolgte\nWertfestsetzung zutreffend ist. Der Wert des Hilfsantrags zu 1b) ist bei der\nStreitwertfestsetzung nicht nach § 45 Abs. 1 Satz 2, 3 GKG zu berücksichtigen,\nda das Berufungsgericht über diesen Hilfsantrag keine Entscheidung getroffen\nhat (vgl. BGH, Beschluss vom 14. April 1999 - IV ZR 253/98, NJW-RR 1999,\n1157; MünchKommZPO/Wöstmann, 5. Aufl., § 5 Rn. 16).\n\n4 Die Klägerin hat diesen Antrag unter der Bedingung gestellt, dass der\nKlageantrag zu 1a) keinen Erfolg hat, weil die Beklagte die von der Klägerin\nangesetzten Umrechnungskurse bestritten hat und die Klägerin deshalb nicht\nden von ihr errechneten Saldo aus den wechselseitig erbrachten Zahlungen,\nsondern nur die von ihr in Schweizer Franken geleisteten Zahlungen zurückverlangen kann (Schriftsatz vom 23. März 2016, GA Band III Bl. 511 f.; Berufungsbegründung vom 5. September 2017, GA Band IX Bl. 1340). Diese Bedingung\nist vorliegend nicht eingetreten, weil das Berufungsgericht wie schon das Landgericht einen Schadensersatzanspruch dem Grunde nach verneint hat, ohne\nsich mit dem Inhalt des Anspruchs zu befassen, da es an einer Pflichtverletzung\nder Beklagten fehle bzw. ein etwaiger Schadensersatzanspruch wegen Verjährung nicht mehr durchsetzbar sei.\n\n5 Das Berufungsgericht hat auch nicht trotz des Nichteintritts der Bedingung, unter der der Hilfsantrag zu 1b) gestellt worden ist, über diesen Antrag\nentschieden. Die Ausführungen im Hinweisbeschluss unter II.10. (Umdruck S.\n27 f., juris Rn. 104 f.) und im Zurückweisungsbeschluss unter 1.i) (Umdruck\nS. 12, juris Rn. 35) beziehen sich nur auf die Hilfsanträge zu 4a) und 4b), die\n\nhilfsweise für den Fall gestellt worden sind, dass drei Jahre nach Abschluss des\nSwapvertrags eine Verjährung der Schadensersatzansprüche der Klägerin nach\n§ 37a WpHG eingetreten sein sollte (Schriftsatz vom 23. März 2016, GA Band\nIII Bl. 512 f.; Berufungsbegründung vom 5. September 2017, GA Band IX Bl.\n1340; vgl. auch Urteil des Landgerichts unter I.6. der Entscheidungsgründe\n[Umdruck S. 24]).\n\nEllenberger Grüneberg Matthias\n\nDerstadt Schild von Spannenberg\n\nVorinstanzen:\nLG Tübingen, Entscheidung vom 13.04.2017 - 2 O 148/14 -\nOLG Stuttgart, Entscheidung vom 25.04.2018 - 9 U 92/17 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-03-24/xi-zr-311-18","cited_norms":[{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 63","ref_norm":"63","n":1},{"jurabk":"RVG","ref":"§ 32","ref_norm":"32","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 321a","ref_norm":"321a","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-03-24/xi-zr-311-18","retrieved":"2026-10-24 08:02:08.516371+00:00"},"card":{"id":"bgh/2020-03-24/xi-zr-311-18","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"11. Zivilsenat","date":"2020-03-24","dockets":["XI ZR 311/18"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:240320BXIZR311.18.0","ids":{"doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-11_NA_2020-03-24_XI_ZR_311_18_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:240320BXIZR311.18.0"},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 24.03.2020 – XI ZR 311/18","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-03-24/xi-zr-311-18","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Die Anhörungsrüge der Klägerin gegen den Beschluss des Senats\nvom 4. Februar 2020 wird auf ihre Kosten zurückgewiesen.\n\nDie Gegenvorstellung des Prozessbevollmächtigten der Beklagten\ngegen die Festsetzung des Gegenstandswerts in diesem Beschluss des Senats wird zurückgewiesen.","basis":"court_formula","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"GKG 2004/63","law":"GKG 2004","abbreviation":"GKG 2004","ref":"63","label":"§ 63 GKG 2004","mentions":1},{"id":"RVG/32","law":"RVG","abbreviation":"RVG","ref":"32","label":"§ 32 RVG","mentions":1},{"id":"ZPO/321a","law":"ZPO","abbreviation":"ZPO","ref":"321a","label":"§ 321a ZPO","mentions":1},{"id":"ZPO/544","law":"ZPO","abbreviation":"ZPO","ref":"544","label":"§ 544 ZPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T08:02:08.516371+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}