{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:230920B2STR334.19.0","court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"2020-09-23","aktenzeichen":"2 StR 334/19","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n2 StR 334/19\nvom\n23. September 2020\nin dem Sicherungsverfahren\ngegen\n\nhier: Gehörsrüge/Gegenvorstellung des Herrn J.\naus Frankfurt am Main\n\nECLI:DE:BGH:2020:230920B2STR334.19.0\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 23. September 2020 gemäß\n§ 356a, § 33 StPO beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge und die Gegenvorstellung des Antragstellers\nvom 7. September 2020 gegen den Senatsbeschluss vom 14. Juli\n2020 werden auf seine Kosten zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Der Senat hat mit Beschluss vom 14. Juli 2020 die Revision des Beschuldigten gegen das Urteil des Landgerichts Wiesbaden vom 1. Oktober 2018 gemäß § 349 Abs. 2 StPO verworfen und zugleich den von seiner Betreuerin gestellten Antrag, Herrn J. zu seinem Verteidiger zu bestellen,\nzurückgewiesen. Gegen diesen dem Beschuldigten am 6. August 2020 zugegangenen Beschluss erhebt Herr J. mit Schreiben vom\n7. September 2020 „Gehörsrüge“ und beantragt „Fristverlängerung zur umfangreichen Begründung“.\n\n2 1. Die Gehörsrüge hat keinen Erfolg. Der Senat hat den Antragsteller ausweislich des Senatsbeschlusses vom 14. Juli 2020 gemäß § 138 Abs. 2 StPO\nnicht zum Verteidiger des Beschuldigten zugelassen. Somit ist er nicht Verfahrensbeteiligter und damit auch für den Beschuldigten nicht antragsberechtigt im\nSinne des § 356a StPO (vgl. auch KK-StPO/Gericke, 8. Aufl., § 356a Rn. 9). Es\nkommt deshalb nicht darauf an, dass hier auch die Antragsfrist des § 356a Satz 2\nStPO ersichtlich nicht gewahrt wäre.\n\n3 Soweit der Gehörsrüge zu entnehmen sein könnte, dass sich der Antragsteller (auch) gegen seine Zurückweisung als Verteidiger des Beschuldigten\nwendet, hat sie ebenfalls keinen Erfolg. Eine Beschwerde gegen den Senatsbeschluss ist gemäß § 304 Abs. 4 Satz 1 StPO unzulässig; die insoweit als\n– zulässige – Gegenvorstellung (vgl. dazu Löwe/Rosenberg/Lüderssen, StPO,\n26. Aufl., § 146a Rn. 15) auszulegende Gehörsrüge gibt dem Senat keinen Anlass, den beanstandeten Senatsbeschluss aufzuheben. Die dort in Bezug genommenen Gründe der dem Verteidiger des Beschuldigten zugegangenen Antragsschrift des Generalbundesanwalts vom 29. Juni 2020 gelten unverändert\nfort und erschöpfen das Vorbringen des Antragstellers in seiner Gegenvorstellung.\n\n4 Bei dieser Sachlage ist für eine beantragte Fristverlängerung kein Raum;\neine Pflicht des Senats, auf weiteres Vorbringen zu warten, besteht ebenfalls\nnicht.\n\n5 2. Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung\ndes § 465 Abs. 1 StPO (vgl. u.a. BGH, Beschluss vom 5. Mai 2014 – 1 StR 82/14,\nBeckRS 2014, 10051).\n\nFranke RiBGH Dr. Appl ist urlaubs- Zeng\nbedingt an der Unterschrift\ngehindert.\n\nFranke\n\nGrube Schmidt\n\nVorinstanz:\nWiesbaden, LG, 01.10.2019 - 4410 Js 33239/16 2 KLs","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-09-23/2-str-334-19","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 33","ref_norm":"33","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 138","ref_norm":"138","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 465","ref_norm":"465","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 304","ref_norm":"304","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-09-23/2-str-334-19","retrieved":"2026-10-24 07:53:34.694284+00:00"},"card":{"id":"bgh/2020-09-23/2-str-334-19","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. 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