{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:230620BXIZR283.19.0","court":"BGH","senate":"11. Zivilsenat","decided":"2020-06-23","aktenzeichen":"XI ZR 283/19","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nXI ZR 283/19\n\nvom\n\n23. Juni 2020\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2020:230620BXIZR283.19.0\n\nDer XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 23. Juni 2020 durch den\nVizepräsidenten Prof. Dr. Ellenberger, die Richter Dr. Grüneberg und\nDr. Matthias sowie die Richterin Dr. Derstadt und den Richter\nDr. Schild von Spannenberg\n\nbeschlossen:\n\nDie Nichtzulassungsbeschwerde der Klägerin gegen den Beschluss des 8. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Dresden vom\n25. April 2019 wird zurückgewiesen, weil die Rechtssache keine\ngrundsätzliche Bedeutung hat und die Fortbildung des Rechts sowie die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts nicht erfordern (§ 543 Abs. 2\nSatz 1 ZPO).\n\nDas gilt auch, soweit die Klägerin nach Ablauf der Frist - jetzt - des\n§ 544 Abs. 4 ZPO Wiedereinsetzung für ihr Vorbringen begehrt,\ndie Sache habe aufgrund des Ausgangs des Vorabentscheidungsersuchens auf den Vorlagebeschluss des Landgerichts\nSaarbrücken vom 17. Januar 2019 (1 O 164/18, WM 2019,\n1444 ff.; dazu EuGH, Urteil vom 26. März 2020 - C-66/19, \"Kreissparkasse Saarlouis\", WM 2020, 688 ff.) Grundsatzbedeutung,\nweil der Senat auszusprechen habe, dass die Beklagte die Klägerin nicht klar und verständlich über ihr Widerrufsrecht informiert\nhabe. Der Klägerin ist Wiedereinsetzung in die Beschwerdebegründungsfrist für diesen nachgeschobenen Zulassungsgrund\nnicht zu gewähren. Die Klägerin hätte eine angeblich grundsätzlich\nklärungsbedürftige Diskrepanz zwischen Unionsrecht und nationa-\n\nler Verweisungstechnik innerhalb der bis zum 17. Januar 2020\nverlängerten Beschwerdebegründungsfrist vortragen können (vgl.\nSenatsbeschluss vom 2. April 2019 - XI ZR 488/17, juris\nRn. 13 ff.). Sie hat daher die Beschwerdebegründungsfrist zur\nGeltendmachung dieses Zulassungsgrunds unabhängig davon\nnicht unverschuldet versäumt, ob und unter welchen Voraussetzungen Wiedereinsetzung in die Frist des § 544 Abs. 4 ZPO überhaupt gewährt werden könnte, um Zulassungsgründe nachzuschieben. Die Beschwerde ist, soweit die Klägerin den Zulassungsgrund nach Ablauf der Beschwerdebegründungsfrist geltend\nmacht, schon deshalb unzulässig (vgl. Senatsbeschluss vom\n17. September 2013 - XI ZR 124/11, juris). Davon abgesehen hat\nder Senat nach Erlass des Urteils des Gerichtshofs vom 26. März\n2020 keinen Anlass, im Verhältnis der Parteien zueinander seine\nständige Rechtsprechung im Sinne der nachgeschobenen Beschwerdebegründung zu ändern (vgl. eingehend Senatsbeschluss\nvom 31. März 2020 - XI ZR 581/18, ZIP 2020, 868 f.).\n\nVon einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 6 Satz 2\nHalbs. 2 ZPO abgesehen.\n\nDie Klägerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97\nAbs. 1 ZPO).\n\nDer Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt\n81.513,26 €.\n\nEllenberger Grüneberg Matthias\n\nDerstadt Schild von Spannenberg\n\nVorinstanzen:\nLG Leipzig, Entscheidung vom 06.09.2018 - 4 O 2117/17 -\nOLG Dresden, Entscheidung vom 25.04.2019 - 8 U 1621/18 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-06-23/xi-zr-283-19","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":3},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 97","ref_norm":"97","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-06-23/xi-zr-283-19","retrieved":"2026-10-24 08:02:09.658194+00:00"},"card":{"id":"bgh/2020-06-23/xi-zr-283-19","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"11. 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