{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:220920BVIIIZB54.20.0","court":"BGH","senate":"8. Zivilsenat","decided":"2020-09-22","aktenzeichen":"VIII ZB 54/20","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nVIII ZB 54/20\nvom\n\n22. September 2020\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2020:220920BVIIIZB54.20.0\n\nDer VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 22. September 2020 durch\ndie Vorsitzende Richterin Dr. Milger, den Richter Kosziol, die Richterin Dr. Liebert, den Richter Dr. Schmidt sowie die Richterin Wiegand\n\nbeschlossen:\n\nDas gegen die am Senatsbeschluss vom 24. August 2020 beteiligten Richter gerichtete Befangenheitsgesuch sowie die Anhörungsrüge gegen den vorbezeichneten Senatsbeschluss werden als unzulässig verworfen.\n\nGründe:\n\n1 Der Senat hat mit Beschluss vom 24. August 2020 die Rechtsbeschwerde\nder Klägerin gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 20. November 2019 - 9 W 52/19 - als nicht statthaft und deshalb unzulässig verworfen.\n\n2 Hiergegen wendet sich die Klägerin mit einer \"Gehörsrüge und Antrag auf\nRücknahme vom erlassenen rechtswidrigen Scheinbeschluss mit schwerwiegenden Fehlern und Verfahrensmängel, dies aus niedrigen Beweggründen\".\n\nII.\n\n3 Der Senat ist in der eingangs genannten Besetzung zur Entscheidung\nüber das Ablehnungsgesuch berufen. Bei eindeutig unzulässigen oder rechtsmissbräuchlichen Ablehnungsgesuchen sind die abgelehnten Richter an der weiteren Mitwirkung nicht gehindert (BGH, Beschlüsse vom 9. Februar 2012\n- VII ZA 15/11, juris Rn. 1 mwN; vom 24. März 2015 - VIII ZB 91/14, juris Rn. 1;\nvom 20. Juli 2016 - VIII ZA 32/15, juris Rn. 2 f. mwN). Das ist hier der Fall.\n\n4 Ein Ablehnungsgesuch ist unzulässig, wenn seine Begründung aus den\ndarin genannten rechtlichen Gründen zur Rechtfertigung des Ablehnungsgesuchs völlig ungeeignet ist. Ein in dieser Weise begründetes Ablehnungsgesuch\nsteht rechtlich einer Richterablehnung gleich, die überhaupt keine Begründung\naufweist. In diesem Sinne völlig ungeeignet ist eine Begründung, wenn sie die\nangebliche Befangenheit ohne nähere Prüfung und losgelöst von den konkreten\nUmständen des Einzelfalls von vornherein nicht zu belegen vermag, wenn also\nfür die Verwerfung als unzulässig jedes Eingehen auf den Gegenstand des Verfahrens oder das eigene Verhalten des abgelehnten Richters selbst entbehrlich\nist, weil es dazu einer näheren Betrachtung der Umstände des Einzelfalls nicht\nbedarf (BGH, Beschlüsse vom 20. April 2011 - I ZB 41/09, juris Rn. 3 f. mwN;\nvom 24. März 2015 - VIII ZB 91/14, aaO Rn. 2). So verhält es sich im Streitfall, in\ndem sich die Klägerin zur Begründung ihres Ablehnungsgesuchs auf pauschale\nSchlagworte (\"Scheinverfahren aus niedrigen Beweggründen\") ohne Sachbezug\nbezieht.\n\n5 Die Anhörungsrüge ist unzulässig, weil die Klägerin entgegen § 321a\nAbs. 2 Satz 5 ZPO nicht dargetan hat, welches konkrete Vorbringen bei der angegriffenen Entscheidung übergangen worden sein soll.\n\nDr. Milger Kosziol Dr. Liebert\n\nDr. Schmidt Wiegand\n\nVorinstanzen:\nLG Heilbronn, Entscheidung vom 20.12.2019 - 10 O 249/18 -\nOLG Stuttgart, Entscheidung vom 14.04.2020 - 9 U 22/20 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-09-22/viii-zb-54-20","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 321a","ref_norm":"321a","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-09-22/viii-zb-54-20","retrieved":"2026-10-24 08:00:17.685772+00:00"},"card":{"id":"bgh/2020-09-22/viii-zb-54-20","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"8. 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