{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:190820B5STR184.20.0","court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"2020-08-19","aktenzeichen":"5 StR 184/20","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n5 StR 184/20\n\nvom\n19. August 2020\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen sexuellen Missbrauchs einer Schutzbefohlenen\n\nECLI:DE:BGH:2020:190820B5STR184.20.0\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 19. August 2020 gemäß § 349 Abs. 2 StPO beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\nFlensburg vom 21. November 2019 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die\nder Neben- und Adhäsionsklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen sowie die ihr in der Revisionsinstanz im Adhäsionsverfahren entstandenen besonderen Kosten und notwendigen Auslagen zu tragen.\n\nErgänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:\n\nDie Inbegriffsrüge (§ 261 StPO), dass das Landgericht die von der Nebenklägerin der Polizei übergebenen Schriftstücke nicht selbst in Augenschein genommen habe, um sich von deren bei der Beweiswürdigung herangezogenen\nSchriftbild zu überzeugen, ist bereits unzulässig. Denn die Revision verhält sich\nvor dem Hintergrund der Einheit der Hauptverhandlung nicht dazu, ob und inwieweit die äußere Form der Schreiben in anderer Weise als durch Augenschein zum Gegenstand der Beweisaufnahme gemacht worden ist. Insoweit\nkam hier in Betracht, dass sich die Strafkammer für ihre Feststellungen zum\n\nSchriftbild etwa auf die Angaben des Ermittlungsführers sowie der Nebenklägerin und deren Mutter hätte stützen dürfen (vgl. zur Möglichkeit, das Beweismittel\ndes Augenscheins durch andere Beweismittel – namentlich durch Zeugen oder\nSachverständige – zu ersetzen, schon RGSt 47, 100, 106).\n\nCirener Berger Mosbacher\n\nResch von Häfen\n\nVorinstanz:\nFlensburg, LG, 21.11.2019 - 103 Js 7756/17 II KLs 18/17","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-08-19/5-str-184-20","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 261","ref_norm":"261","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-08-19/5-str-184-20","retrieved":"2026-10-24 07:56:39.511214+00:00"},"card":{"id":"bgh/2020-08-19/5-str-184-20","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"5. Strafsenat","date":"2020-08-19","dockets":["5 StR 184/20"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:190820B5STR184.20.0","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:190820B5STR184.20.0"},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 19.08.2020 – 5 StR 184/20","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-08-19/5-str-184-20","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StPO/261","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"261","label":"§ 261 StPO","mentions":1},{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:56:39.511214+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}