{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-01_NA_2020-02-18_I_ZR_154_18_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:180220BIZR154.18.0","court":"BGH","senate":"1. Zivilsenat","decided":"2020-02-18","aktenzeichen":"I ZR 154/18","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nI ZR 154/18\nvom\n18. Februar 2020\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2020:180220BIZR154.18.0\n\nDer I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 18. Februar 2020 durch die\nRichterin Dr. Schmaltz als Einzelrichterin\n\nbeschlossen:\n\nDie Erinnerung der Kläger gegen den Kostenansatz des Bundesgerichtshofs vom 23. April 2019 - Kostenrechnung mit Kassenzeichen 780019120389 - wird zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\nI. Der Senat hat die Nichtzulassungsbeschwerde der Kläger durch\n1\nBeschluss vom 11. April 2019 zurückgewiesen und ihnen die Kosten des\nBeschwerdeverfahrens auferlegt. Gegen den Kostenansatz vom 23. April 2019\nzum Kassenzeichen 780019120389 wenden sich die Kläger mit Schreiben vom\n4. Dezember 2019 und 23. Januar 2020, die als Erinnerung gemäß § 66 Abs. 1\nSatz 1 GKG auszulegen sind. Der Kostenbeamte hat der Erinnerung nicht\nabgeholfen.\n\n2 II. Die zulässige, insbesondere statthafte (§ 66 Abs. 1 Satz 1 GKG)\nErinnerung der Kläger, über die beim Bundesgerichtshof gemäß § 1 Abs. 5,\n§ 66 Abs. 6 Satz 1 GKG die Einzelrichterin des Senats entscheidet (vgl. BGH,\nBeschluss vom 16. August 2017 - I ZB 7/17, juris Rn. 2 mwN), hat keinen\nErfolg.\n\n1. Im Verfahren der Erinnerung gegen den Kostenansatz können nur\n3\nEinwendungen erhoben werden, die sich gegen den Kostenansatz selbst\nrichten, nicht dagegen solche, mit denen inhaltlich die Entscheidung angegriffen\nwird, aufgrund derer der Kostenansatz erfolgt. Die Kläger machen nicht geltend,\ndass die Kostenrechnung unrichtig wäre. Dies ist auch nicht ersichtlich. Soweit\n\nsich die Kläger gegen die Kostenbelastung an sich wenden, ist dieser Einwand\nim Verfahren der Erinnerung nach § 66 Abs. 1 Satz 1 GKG nicht zu\nberücksichtigen (BGH, Beschluss vom 16. August 2017 - I ZB 7/17, juris Rn. 3\nmwN).\n\n2. Die von den Klägern erhobene Verfassungsbeschwerde gegen den\n4\nSenatsbeschluss vom 11. April 2019 hat keine aufschiebende Wirkung und\nhindert die Fälligkeit der Gerichtskosten nicht. Deshalb könnte die\nKostenforderung des Bundes bei Absehen von einem Kostenansatz nach § 5\nGKG verjähren (vgl. BGH, Beschluss vom 20. September 2018 - I ZR 196/15,\njuris Rn. 5 mwN). Diese Kosten sind deshalb zu erheben.\n\nDas stellt keine unangemessene Benachteilung der Kläger dar. Sollte die\n5\nVerfassungsbeschwerde gegen die die Kostentragungspflicht der Kläger\nbegründende Entscheidung Erfolg haben, würde nach § 30 GKG die auf diesen\nEntscheidungen beruhende Zahlungspflicht erlöschen und wären bereits\ngezahlte Kosten zurückzuerstatten (vgl. dazu Dörndorfer in Binz/Dörndorfer/\nZimmermann, GKG, FamGKG, JVEG, 4. Aufl., § 30 GKG Rn. 2).\n\n6 III. Das Verfahren ist gerichtsgebührenfrei; Kosten werden nicht erstattet\n(§ 66 Abs. 8 GKG).\n\nSchmaltz\n\nVorinstanzen:\nLG Augsburg, Entscheidung vom 01.06.2017 - 23 O 720/15 -\nOLG München in Augsburg, Entscheidung vom 18.06.2018 - 30 U 2343/17 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-02-18/i-zr-154-18","cited_norms":[{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 66","ref_norm":"66","n":5},{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 30","ref_norm":"30","n":2},{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 5","ref_norm":"5","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-02-18/i-zr-154-18","retrieved":"2026-10-24 07:57:16.518072+00:00"},"card":{"id":"bgh/2020-02-18/i-zr-154-18","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. 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