{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-1_NA_2020-06-17_1_StR_608_19_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:170620B1STR608.19.0","court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2020-06-17","aktenzeichen":"1 StR 608/19","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n1 StR 608/19\n\nvom\n17. Juni 2020\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung\n\nhier: Anhörungsrüge\n\nECLI:DE:BGH:2020:170620B1STR608.19.0\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 17. Juni 2020 beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Beschluss des\nSenats vom 21. April 2020 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Der 1. Strafsenat hat die Revision des Verurteilten gegen das Urteil des\nLandgerichts Darmstadt vom 7. Juni 2019 mit Beschluss vom 21. April 2020\ngemäß § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen. Mit Schriftsatz seines\nVerteidigers vom 24. Mai 2020 hat der Verurteilte hiergegen die Anhörungsrüge\n(§ 356a StPO) erhoben, mit der er im Kern geltend macht, der Senat habe eine\nVerletzung des § 265 Abs. 1 StPO durch das Tatgericht zu Unrecht nicht beanstandet.\n\n2 Der innerhalb der Frist des § 356a Satz 2 StPO eingelegte und auch\nsonst zulässige Rechtsbehelf ist unbegründet; eine Verletzung des rechtlichen\nGehörs (§ 356a Satz 1 StPO) liegt nicht vor.\n\n3 Der Senat hat weder Verfahrensstoff verwendet, zu welchem der Verurteilte nicht gehört worden ist, noch hat er zu berücksichtigendes Vorbringen des\nVerurteilten übergangen oder in sonstiger Weise dessen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Bei seiner Entscheidung hat der Senat vielmehr sämtliche\nAusführungen des Verurteilten in vollem Umfang gewürdigt, jedoch nicht für\ndurchgreifend erachtet. Soweit geltend gemacht wird, die Gehörsverletzung\nliege offenbar darin, dass der Senat in der hierfür gegebenen schriftlichen Begründung den Vortrag der Revision nicht vollumfänglich gewürdigt habe, ver-\n\nkennt dies den gebotenen Umfang der Begründung eines Beschlusses gemäß\n§ 349 Abs. 2 StPO (vgl. BGH, Beschluss vom 31. Oktober 2011 – 1 StR 399/11\nRn. 1).\n\n4 Die weiteren Beanstandungen des Verurteilten sind im Rahmen des\n§ 356a StPO unbeachtlich; denn das Verfahren nach dieser Vorschrift soll eine\nEntscheidung nicht generell erneut inhaltlich zur Prüfung stellen, sondern lediglich Gehörsverletzungen heilen (BGH, Beschluss vom 3. März 2020 – 1 StR\n625/19 Rn. 3; vgl. BT-Drucks. 15/3706, S. 17; Meyer-Goßner/Schmitt, StPO,\n63. Aufl., § 356a Rn. 1 mwN).\n\n5 Die Kostenentscheidung beruht auf einer entsprechenden Anwendung\ndes § 465 Abs. 1 StPO.\n\nRaum Fischer Bär\n\nLeplow Pernice\n\nVorinstanz:\nDarmstadt, LG, 07.06.2019 - 600 Js 8039/17 18 KLs","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-06-17/1-str-608-19","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":4},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 265","ref_norm":"265","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 465","ref_norm":"465","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-06-17/1-str-608-19","retrieved":"2026-10-24 07:52:21.288783+00:00"},"card":{"id":"bgh/2020-06-17/1-str-608-19","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. 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