{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:140120BIIZR395.18.0","court":"BGH","senate":"2. Zivilsenat","decided":"2020-01-14","aktenzeichen":"II ZR 395/18","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nII ZR 395/18\n\nvom\n\n14. Januar 2020\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2020:140120BIIZR395.18.0\n\nDer II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 14. Januar 2020 durch den\nVorsitzenden Richter Prof. Dr. Drescher und den Richter Born, die Richterin\nB. Grüneberg, die Richter V. Sander und Dr. von Selle\n\nbeschlossen:\n\nDie Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der\nRevision in dem Urteil des 3. Zivilsenats des Hanseatischen\nOberlandesgerichts vom 19. Oktober 2018 wird als unzulässig verworfen.\n\nDer Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens einschließlich der durch die Nebenintervention verursachten\nKosten.\n\nStreitwert: bis 20.000 €\n\nGründe:\n\n1 1. Die Nichtzulassungsbeschwerde des Klägers ist als unzulässig zu\nverwerfen, da nicht - wie geboten (BGH, Beschluss vom 4. Dezember 2014\n- V ZR 57/14, NJW-RR 2015, 383 Rn. 3 mwN) - glaubhaft gemacht ist, dass der\nWert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer 20.000 € übersteigt\n(§ 26 Nr. 8 Satz 1 EGZPO aF, § 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO).\n\n2 a) Durch die Abweisung der Zahlungsklage ist der Kläger in Höhe von\n16.218,74 € beschwert. Entgegen der Auffassung der Nichtzulassungsbeschwerde beträgt diese Beschwer nicht 19.468,74 €, die der Kläger ursprünglich von den Beklagten verlangt hat. Sie übersieht, dass die Parteien den\nRechtsstreit in der mündlichen Verhandlung vom 12. Oktober 2018 übereinstimmend in Höhe von 3.250 € in der Hauptsache für erledigt erklärt haben.\nNach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs erhöhen die anteiligen Prozesskosten nach übereinstimmender Teilerledigungserklärung den\nWert der Beschwer nicht, solange noch ein Teil der Hauptsache im Streit ist\n(BGH, Beschluss vom 31. März 2011 - V ZB 236/10, MDR 2011, 781 Rn. 7\nmwN).\n\n3 b) Durch die Abweisung der Feststellungsklage ist der Kläger mit weiteren 973,44 € beschwert. Die Nichtzulassungsbeschwerde hat die in der Abweisung der Feststellungsklage liegende Beschwer selbst mit 5 % des ursprünglichen Zahlungsantrags (19.468,74 €), also 973,44 € beziffert.\n\n4 2. Die Nichtzulassungsbeschwerde wäre im Übrigen auch unbegründet,\nweil keiner der im Gesetz (§ 543 Abs. 2 ZPO) vorgesehenen Gründe vorliegt,\nnach denen der Senat die Revision zulassen darf. Der Rechtsstreit der Parteien\nhat weder grundsätzliche Bedeutung, noch erfordert er eine Entscheidung des\n\nRevisionsgerichts zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung. Von einer näheren Begründung wird gemäß § 544\nAbs. 6 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen.\n\nDrescher Born B. Grüneberg\n\nV. Sander von Selle\n\nVorinstanzen:\nLG Hamburg, Entscheidung vom 23.11.2016 - 321 O 23/15 -\nOLG Hamburg, Entscheidung vom 19.10.2018 - 3 U 283/16 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-01-14/ii-zr-395-18","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-01-14/ii-zr-395-18","retrieved":"2026-10-24 07:57:41.902032+00:00"},"card":{"id":"bgh/2020-01-14/ii-zr-395-18","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. 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