{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-2_NA_2020-01-14_2_StR_277_19_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:140120B2STR277.19.0","court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"2020-01-14","aktenzeichen":"2 StR 277/19","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n2 StR 277/19\n\nvom\n\n14. Januar 2020\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\n1.\n\n2.\n\nwegen schweren Bandendiebstahls u.a.\n\nECLI:DE:BGH:2020:140120B2STR277.19.0\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung der Beschwerdeführer und des Generalbundesanwalts, zu Ziffer 2. auf dessen Antrag, am\n14. Januar 2020 gemäß § 349 Abs. 2 und Abs. 4, § 354 Abs. 1 analog, § 357\nStPO beschlossen:\n\n1. Auf die Revision des Angeklagten R. wird das Urteil\ndes Landgerichts Köln vom 30. Januar 2019 im Ausspruch\nüber die Einziehung dahin abgeändert, dass gegen ihn und\nden Angeklagten Z. die Einziehung des Wertes von\nTaterträgen in Höhe von 33.550 Euro als Gesamtschuldner\nangeordnet wird.\n\n2. Die weiter gehende Revision des Angeklagten R. und\ndie Revision des Angeklagten B. werden verworfen.\n\n3. Jeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels\nzu tragen.\n\nGründe:\n\n1 Das Landgericht hat den Angeklagten R. wegen schweren Bandendiebstahls in drei Fällen, davon in zwei Fällen in Tateinheit mit Sachbeschädigung und wegen Urkundenfälschung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von\nzwei Jahren und drei Monaten verurteilt. Darüber hinaus hat es die Einziehung\ndes Wertes von Taterträgen in Höhe von 33.950 Euro als Gesamtschuldner mit\n\ndem nicht revidierenden Mitangeklagten Z. angeordnet. Gegen den Angeklagten B. hat es wegen schweren Bandendiebstahls in zwei Fällen jeweils in Tateinheit mit Sachbeschädigung und wegen Urkundenfälschung eine\nGesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verhängt und deren\nVollstreckung zur Bewährung ausgesetzt.\n\n2 Die gegen das Urteil gerichtete Revision des Angeklagten R. hat\nmit der Rüge der Verletzung materiellen Rechts den aus der Urteilsformel ersichtlichen Teilerfolg; die Entscheidung ist auf den Mitangeklagten Z. zu\nerstrecken (§ 357 StPO). Die mit der nicht ausgeführten Sachrüge begründete\nRevision des Angeklagten B. ist unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2\nStPO.\n\n3 1. Das Rechtsmittel des Angeklagten R. führt lediglich zur Abänderung der Einziehungsanordnung.\n\n4 Die von der Strafkammer verkündete und tenorierte Einziehungsanordnung war hinsichtlich der Höhe des Einziehungsbetrags zu berichtigen. Nach\nden Feststellungen zu Fall II.1. b. der Urteilsgründe (Fall 9 der Anklageschrift)\nhatte das u.a. von dem Angeklagten R. und dem Mitangeklagten Z.\nentwendete Fahrzeug einen Zeitwert von 33.550 Euro. Diesen Betrag hat\ndie Strafkammer auch der Begründung ihrer Einziehungsentscheidung zugrunde gelegt.\n\n5 Der Senat bestimmt auf der Grundlage der rechtsfehlerfrei getroffenen\nUrteilsfeststellungen und in entsprechender Anwendung des § 354 Abs. 1 StPO\nden Wert der Taterträge des von dem Angeklagten R. Erlangten – unter\nErstreckung auf den Mitangeklagten Z. gemäß § 357 StPO – selbst.\n\n6 2. Der nur geringfügige Erfolg der Revision rechtfertigt es nicht, den\nAngeklagten teilweise von den durch sein Rechtsmittel entstandenen Kosten\nund Auslagen freizustellen (§ 473 Abs. 4 StPO).\n\nFranke Appl Krehl\n\nEschelbach Zeng\n\nVorinstanz:\nKöln, LG, 30.01.2019 - 104 Js 8/18 115 KLs 13/18","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-01-14/2-str-277-19","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 357","ref_norm":"357","n":3},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354","ref_norm":"354","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 473","ref_norm":"473","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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