{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-4_NA_2020-08-12_4_StR_611_19_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:120820B4STR611.19.0","court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"2020-08-12","aktenzeichen":"4 StR 611/19","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n4 StR 611/19\n\nvom\n12. August 2020\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Parteiverrats\n\nhier: Anhörungsrüge\n\nECLI:DE:BGH:2020:120820B4STR611.19.0\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 12. August 2020 beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Beschluss\ndes Senats vom 14. Juli 2020 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Der Senat hat die Revision des Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Münster vom 11. April 2019 durch Beschluss vom 14. Juli 2020 gemäß\n§ 349 Abs. 2 StPO verworfen. Hiergegen richtet sich die mit Schriftsatz seiner\nVerteidigerin vom 4. August 2020 erhobene Anhörungsrüge.\n\n2 Bedenken bestehen bereits gegen die Zulässigkeit des Rechtsbehelfs,\nweil sich die Antragsschrift auf die Mitteilung beschränkt, wann die Verteidigerin\ndes Verurteilten den Verwerfungsbeschluss des Senats erhalten hat, und sich\nzu dem für den Fristbeginn nach § 356a Satz 2 StPO maßgeblichen Zeitpunkt\nder Kenntniserlangung des Verurteilten von den tatsächlichen Umständen, aus\ndenen sich die Gehörsverletzung ergeben soll (vgl. BGH, Beschlüsse vom\n10. Januar 2013 – 1 StR 382/10 Rn. 4; vom 13. September 2016 – 5 StR\n524/15 Rn. 2), nicht näher verhält.\n\n3 Die Anhörungsrüge ist jedenfalls unbegründet. Eine Verletzung rechtlichen Gehörs liegt nicht vor. Der Senat hat bei seiner Entscheidung weder Tatsachen oder Beweisergebnisse verwertet, zu denen der Verurteilte nicht gehört\n\nworden ist, noch hat er bei der Entscheidung zu berücksichtigendes Vorbringen\ndes Verurteilten übergangen oder dessen Anspruch auf Gewährung rechtlichen\nGehörs in sonstiger Weise verletzt. Eine Gehörsverletzung ergibt sich insbesondere nicht daraus, dass der Senat den verfassungsrechtlichen Ausführungen in der Revisionsbegründung des Verurteilten bei seiner Entscheidung nicht\ngefolgt ist.\n\n4 Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung des\n§ 465 Abs. 1 StPO (vgl. Gericke in KK-StPO, 8. Aufl., § 356a Rn. 14 mwN).\n\nSost-Scheible Bender Quentin\n\nBartel Rommel\n\nVorinstanz:\nMünster, LG, 11.04.2019 - 600 Js 165/12 9 KLs 1/19","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-08-12/4-str-611-19","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 465","ref_norm":"465","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (CE-BGH) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-08-12/4-str-611-19","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","retrieved":"2026-10-24 07:55:41.358859+00:00"}}