{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:120220BIXZR108.18.0","court":"BGH","senate":"9. Zivilsenat","decided":"2020-02-12","aktenzeichen":"IX ZR 108/18","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nIX ZR 108/18\n\nvom\n\n12. Februar 2020\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2020:120220BIXZR108.18.0\n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter\nProf. Dr. Kayser, die Richterin Lohmann, den Richter Grupp, die Richterin\nMöhring und den Richter Dr. Schultz\n\nam 12. Februar 2020\nbeschlossen:\n\nDer Gegenstandswert des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens\nfür die Vergütung der Prozessbevollmächtigten der Beklagten wird\nauf 60.000.000 € festgesetzt.\n\nGründe:\n\n1 1. Das Landgericht hat die Beklagte zu 1 verurteilt, verschiedene Markenrechte an den Kläger zu übertragen, und den vom Kläger geltend gemachten Anspruch gegen die Beklagte zu 2 auf Herausgabe von aus den Markenrechten gezogenen Nutzungen dem Grunde nach für gerechtfertigt erklärt. Auf\ndie Berufung der Beklagten hat das Berufungsgericht die Klage abgewiesen.\nDie Nichtzulassungsbeschwerde des Klägers ist ohne Erfolg geblieben. Der\nGegenstandswert des Beschwerdeverfahrens für die Gerichtsgebühren ist gemäß § 39 Abs. 2 GKG auf 30.000.000 € festgesetzt worden. Die Prozessbevollmächtigten der Beklagten beantragen, den Gegenstandswert für die anwaltliche Tätigkeit auf 60.000.000 € festzusetzen.\n\n2 2. Der Antrag ist zulässig. Nach § 33 Abs. 1 Fall 1 RVG setzt das Gericht\ndes Rechtszuges den Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit auf Antrag fest, wenn sich die Gebühren in einem gerichtlichen Verfahren nicht nach\ndem für die Gerichtsgebühren maßgeblichen Wert berechnen. Dies ist hier nach\nder Behauptung der Prozessbevollmächtigten der Beklagten gemäß § 22 Abs. 2\nRVG der Fall. Die Prozessbevollmächtigten der Beklagten sind nach § 33\nAbs. 2 Satz 2 RVG aus eigenem Recht antragsbefugt.\n\n3 3. Der Antrag hat auch in der Sache Erfolg. Die Beklagten sind im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren und damit in derselben Angelegenheit wegen\nverschiedener Gegenstände, nämlich die Beklagte zu 1 wegen der Übertragung\nder Markenrechte und die Beklagte zu 2 wegen der Herausgabe gezogener\nNutzungen, Auftraggeber ihrer Prozessbevollmächtigten gewesen. Gemäß § 22\nAbs. 2 Satz 2 RVG kann der Wert somit insgesamt bis zu 100.000.000 € betragen, für jede Person jedoch höchstens 30.000.000 €. Der Wert beider Gegenstände liegt über 30.000.000 €. Entsprechend dem Antrag der Prozessbe-\n\nvollmächtigten der Beklagten ist der Wert des Gegenstands ihrer anwaltlichen\nTätigkeit deshalb auf insgesamt 60.000.000 € festzusetzen.\n\nKayser Lohmann Grupp\n\nMöhring Schultz\n\nVorinstanzen:\nLG Mannheim, Entscheidung vom 29.10.2015 - 22 O 72/12 -\nOLG Karlsruhe, Entscheidung vom 11.04.2018 - 15 U 139/16 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-02-12/ix-zr-108-18","cited_norms":[{"jurabk":"RVG","ref":"§ 22","ref_norm":"22","n":2},{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 39","ref_norm":"39","n":1},{"jurabk":"RVG","ref":"§ 33","ref_norm":"33","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-02-12/ix-zr-108-18","retrieved":"2026-10-24 08:01:06.936639+00:00"},"card":{"id":"bgh/2020-02-12/ix-zr-108-18","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"9. 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