{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-05_NA_2020-11-11_V_ZR_112_20_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:111120BVZR112.20.0","court":"BGH","senate":"5. Zivilsenat","decided":"2020-11-11","aktenzeichen":"V ZR 112/20","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nV ZR 112/20\nvom\n\n11. November 2020\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2020:111120BVZR112.20.0\n\nDer V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 11. November 2020 durch die\nVorsitzende Richterin Dr. Stresemann, die Richterinnen Prof. Dr. Schmidt-Räntsch\nund Dr. Brückner, den Richter Dr. Göbel und die Richterin Haberkamp\n\nbeschlossen:\n\nDie als Antrag auf Beiordnung eines Notanwalts zu behandelnde\nEingabe der Klägerin wird zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Der Antrag der Beschwerdeführerin auf Beiordnung eines Notanwalts ist\nunbegründet.\n\n2 1. a) Nach § 78b Abs. 1 ZPO hat das Gericht, soweit eine Vertretung durch\nAnwälte geboten ist, einer Partei auf ihren Antrag einen Notanwalt beizuordnen,\nwenn sie einen zu ihrer Vertretung bereiten Rechtsanwalt nicht findet und die\nRechtsverfolgung nicht mutwillig oder aussichtslos erscheint. Hat die Partei - wie\nhier - zunächst einen zu ihrer Vertretung bereiten Rechtsanwalt gefunden und\nentsprechend mandatiert, kommt im Fall einer späteren Mandatsniederlegung\ndie Beiordnung eines Notanwalts nur dann in Betracht, wenn die Partei die Beendigung des Mandats nicht zu vertreten hat. Dabei hat sie darzulegen, dass die\nBeendigung des Mandats nicht auf ihr Verschulden zurückzuführen ist (vgl. BGH,\nBeschlüsse vom 5. Juli 2017 - XII ZR 11/17, MDR 2017, 1070 Rn. 7 und vom\n6. Februar 2018 - XI ZR 173/17, juris Rn. 9 mwN).\n\n3 b) Bereits hieran fehlt es. Die Beschwerdeführerin hat trotz entsprechenden Hinweises (Schreiben des Gerichts vom 24. September 2020) nicht dargelegt, dass Rechtsanwalt K. das Mandat nicht aus Gründen niedergelegt hat,\n\ndie von der Beschwerdeführerin zu vertreten sind (insbesondere nicht mangels\nZahlung eines angeforderten Kostenvorschusses).\n\n4 2. Darüber hinaus hat die Beschwerdeführerin nicht innerhalb der bis zum\n15. Oktober 2020 verlängerten Frist zur Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde die Erklärungen von sechs bei dem Bundesgerichtshof zugelassenen\nRechtsanwälten eingereicht, dass diese nicht bereit oder in der Lage sind, die\neingelegte Nichtzulassungsbeschwerde zu begründen. Sie hat dies auch in ihrem\nSchreiben vom 19. Oktober 2020 nicht nachgeholt, obwohl ihr ausweislich ihrer\nE-Mail vom 21. September 2020 bereits zu diesem Zeitpunkt schriftliche Absage-Erklärungen verschiedenster am Bundesgerichtshof zugelassener Rechtsanwälte vorlagen. Ob sie ohne ihr Verschulden verhindert war, die am 15. Oktober 2020 abgelaufene Frist zu wahren, kann daher offenbleiben.\n\nStresemann Schmidt-Räntsch Brückner\n\nGöbel Haberkamp\n\nVorinstanzen:\nAG Frankfurt am Main, Entscheidung vom 12.12.2019 - 33 C 3513/18 (28) -\nLG Frankfurt am Main, Entscheidung vom 07.05.2020 - 2-9 S 2/20 -","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-11-11/v-zr-112-20","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 78b","ref_norm":"78b","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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