{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:090620BXIZR81.19.0","court":"BGH","senate":"11. Zivilsenat","decided":"2020-06-09","aktenzeichen":"XI ZR 81/19","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nXI ZR 81/19\n\nvom\n\n9. Juni 2020\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2020:090620BXIZR81.19.0\n\nDer XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 9. Juni 2020 durch den\nVizepräsidenten Prof. Dr. Ellenberger, die Richter Dr. Joeres, Dr. Grüneberg\nund Dr. Matthias sowie die Richterin Dr. Menges\n\nbeschlossen:\n\nDie Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 13. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg vom 25. Januar 2019 wird zurückgewiesen, weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat\nund die Fortbildung des Rechts sowie die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts\nnicht erfordern (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).\n\nDas gilt auch, soweit die Klägerin nach Ablauf der Frist - jetzt - des\n§ 544 Abs. 4 ZPO Wiedereinsetzung für ihr Vorbringen begehrt,\ndie Sache habe aufgrund des Ausgangs des Vorabentscheidungsersuchens auf den Vorlagebeschluss des Landgerichts\nSaarbrücken vom 17. Januar 2019 (1 O 164/18, WM 2019,\n1444 ff.; dazu EuGH, Urteil vom 26. März 2020 - C-66/19, \"Kreissparkasse Saarlouis\", WM 2020, 688 ff.) Grundsatzbedeutung,\nweil der Senat auszusprechen habe, dass die Beklagte die Klägerin nicht klar und verständlich über ihr Widerrufsrecht informiert\nhabe. Der Klägerin ist Wiedereinsetzung in die Beschwerdebegründungsfrist für diesen nachgeschobenen Zulassungsgrund\nnicht zu gewähren. Die Klägerin hätte eine angeblich grundsätzlich\nklärungsbedürftige Diskrepanz zwischen Unionsrecht und nationaler Verweisungstechnik innerhalb der bis zum 2. August 2019 verlängerten Beschwerdebegründungsfrist vortragen können (vgl.\n\nSenatsbeschluss vom 2. April 2019 - XI ZR 488/17, juris\nRn. 13 ff.). Sie hat daher die Beschwerdebegründungsfrist zur\nGeltendmachung dieses Zulassungsgrundes unabhängig davon\nnicht unverschuldet versäumt, ob und unter welchen Voraussetzungen Wiedereinsetzung in die Frist des § 544 Abs. 4 ZPO überhaupt gewährt werden könnte, um Zulassungsgründe nachzuschieben. Die Beschwerde ist, soweit die Klägerin den Zulassungsgrund nach Ablauf der Beschwerdebegründungsfrist geltend\nmacht, deshalb schon unzulässig (vgl. Senatsbeschluss vom\n17. September 2013 - XI ZR 124/11, juris). Davon abgesehen hat\nder Senat nach Erlass des Urteils des Gerichtshofs vom 26. März\n2020 keinen Anlass, im Verhältnis der Parteien zueinander seine\nständige Rechtsprechung im Sinne der nachgeschobenen Beschwerdebegründung zu ändern (vgl. eingehend Senatsbeschlüsse vom 31. März 2020 - XI ZR 581/18, ZIP 2020, 868 f. und\n- XI ZR 198/19, WM 2020, 838 ff.).\n\nVon einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 6 Satz 2\nHalbs. 2 ZPO abgesehen.\n\nDie Klägerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97\nAbs. 1 ZPO).\n\nDer Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt bis\n65.000 €.\n\nEllenberger Joeres Grüneberg\n\nMatthias Menges\n\nVorinstanzen:\nLG Hamburg, Entscheidung vom 09.04.2018 - 322 O 256/17 -\nOLG Hamburg, Entscheidung vom 25.01.2019 - 13 U 56/18 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-06-09/xi-zr-81-19","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":3},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 97","ref_norm":"97","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-06-09/xi-zr-81-19","retrieved":"2026-10-24 08:02:09.589752+00:00"},"card":{"id":"bgh/2020-06-09/xi-zr-81-19","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"11. 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