{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-6_NA_2020-09-08_6_StR_222_20_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:080920B6STR222.20.0","court":"BGH","senate":"6. Strafsenat","decided":"2020-09-08","aktenzeichen":"6 StR 222/20","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n6 StR 222/20\n\nvom\n8. September 2020\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nwegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge\n\nECLI:DE:BGH:2020:080920B6STR222.20.0\n\nDer 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 8. September 2020 beschlossen:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Cottbus vom 20. März 2020 – auch soweit es die Mitangeklagte S. betrifft – im Ausspruch über die Einziehung\ndes Wertes von Taterträgen dahin geändert, dass die Einziehung eines Betrages in Höhe von 23.800 Euro angeordnet wird,\nfür den die Angeklagten als Gesamtschuldner haften.\n\nDie weitergehende Revision wird verworfen.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\n1 Das Landgericht hat den Angeklagten wegen sechsfachen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt und die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 29.800 Euro angeordnet. Die auf die Verletzung materiellen Rechts gestützte Revision des Angeklagten hat in dem aus\nder Beschlussformel ersichtlichen Umfang Erfolg; im Übrigen ist sie unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO.\n\n2 Die Strafkammer hat bei ihrer Einziehungsentscheidung außer Acht gelassen, dass der Angeklagte in Höhe der Kaufpreisschulden seines Abnehmers\n\nvon 6.000 Euro einen Tatertrag nicht erzielte. Um jede Benachteiligung des Angeklagten auszuschließen, setzt der Senat den von der Strafkammer festgesetzten Einziehungsbetrag in entsprechender Anwendung von § 354 Abs. 1\nStPO um diesen Betrag herab, was gemäß § 357 Satz 1 StPO auf die Nichtrevidentin zu erstrecken ist (vgl. BGH, Beschluss vom 10. April 2018 – 5 StR\n101/18).\n\n3 Der geringfügige Erfolg der Revision lässt es nicht unbillig erscheinen,\nden Beschwerdeführer mit den gesamten Kosten seines Rechtsmittels zu belasten (§ 473 Abs. 4 Satz 1 StPO).\n\nSchneider Feilcke von Schmettau\n\nFritsche von Häfen\n\nVorinstanz:\nCottbus, LG, 20.03.2020 - 1260 Js 7429/19 21 KLs 3/20","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-09-08/6-str-222-20","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354","ref_norm":"354","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 357","ref_norm":"357","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 473","ref_norm":"473","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-09-08/6-str-222-20","retrieved":"2026-10-24 07:56:49.203040+00:00"},"card":{"id":"bgh/2020-09-08/6-str-222-20","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"6. 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