{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-2_NA_2020-03-04_2_StR_453_19_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:040320B2STR453.19.0","court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"2020-03-04","aktenzeichen":"2 StR 453/19","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n2 StR 453/19\nvom\n4. März 2020\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen versuchter besonders schwerer räuberischer Erpressung u.a.\n\nECLI:DE:BGH:2020:040320B2STR453.19.0\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbundesanwalts und des Beschwerdeführers am 4. März 2020 gemäß § 349 Abs. 2\nund 4, § 354 Abs. 1 StPO analog beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\nAachen vom 15. Mai 2019 wird mit der Maßgabe als unbegründet\nverworfen, dass zehn Monate und zwei Wochen der gegen den\nAngeklagten verhängten Gesamtfreiheitsstrafe vor der Vollziehung\nder Maßregel zu vollstrecken sind.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\n1 Das Landgericht hat den Angeklagten wegen unerlaubten Besitzes von\nBetäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit unerlaubtem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln sowie wegen versuchter besonders schwerer\nräuberischer Erpressung in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung zu\neiner Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt, seine\nUnterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet und bestimmt, dass elf\nMonate der Gesamtfreiheitsstrafe vor der Maßregel zu vollstrecken sind. Hiergegen richtet sich die Revision des Angeklagten mit der allgemeinen Sachrüge.\n\n2 Das Rechtsmittel führt nur zu einer Korrektur der Anordnung über den\nVorwegvollzug, die der Senat in entsprechender Anwendung von § 354 Abs. 1\n\nStPO selbst vornehmen kann; im Übrigen ist es unbegründet im Sinne von\n§ 349 Abs. 2 StPO.\n\n3 Bei Berücksichtigung einer voraussichtlichen Therapiedauer von neun\nMonaten bis zum Erreichen des Halbstrafenzeitpunkts gemäß § 67 Abs. 2\nSatz 3 StGB verbleiben für den Vorwegvollzug zehn Monate und zwei Wochen\nund nicht elf Monate, von denen das Landgericht ausgegangen ist.\n\n4 Eine Kostenermäßigung nach § 473 Abs. 4 StPO war nicht veranlasst,\nweil das unbeschränkte Rechtsmittel des Angeklagten nur zu einer geringen\nÄnderung des angefochtenen Urteils geführt hat.\n\nFranke Eschelbach Meyberg\n\nGrube Schmidt\n\nVorinstanz:\nAachen, LG, 15.05.2019 - 601 Js 1/19 63 KLs 6/19","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-03-04/2-str-453-19","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354","ref_norm":"354","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 473","ref_norm":"473","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 67","ref_norm":"67","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-03-04/2-str-453-19","retrieved":"2026-10-24 07:53:27.784447+00:00"},"card":{"id":"bgh/2020-03-04/2-str-453-19","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. 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