{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-3_NA_2020-02-04_3_StR_233_19_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:040220B3STR233.19.0","court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"2020-02-04","aktenzeichen":"3 StR 233/19","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n3 StR 233/19\n\nvom\n4. Februar 2020\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Inverkehrbringens von Arzneimitteln zu Dopingzwecken im Sport u.a.\n\nhier: Anhörungsrüge\n\nECLI:DE:BGH:2020:040220B3STR233.19.0\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 4. Februar 2020 beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten vom 23. Januar 2020 gegen\ndas Senatsurteil vom 27. November 2019 wird verworfen.\n\nDer Verurteilte hat die Kosten seines Rechtsbehelfs zu tragen.\n\nGründe:\n\n1 Der Senat hat mit Urteil vom 27. November 2019 auf die Revision des\nVerurteilten die Strafverfolgung teilweise beschränkt, das Urteil des Landgerichts Lüneburg vom 30. Oktober 2018 im Schuldspruch entsprechend geändert\nund die weitergehende Revision als unbegründet verworfen. Dagegen wendet\nsich der Verurteilte mit seiner Anhörungsrüge (§ 356a StPO), mit der er neben\neiner Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör einen Verstoß gegen\nden Bestimmtheitsgrundsatz geltend macht.\n\n2 Der Rechtsbehelf hat keinen Erfolg.\n\n3 1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist nicht verletzt. Der Senat hat\nbei seiner Entscheidung weder Verfahrensstoff verwertet, zu dem der Verurteilte nicht gehört worden ist, noch hat er zu berücksichtigendes Vorbringen des\nVerurteilten übergangen. Die Frage der Verfassungsmäßigkeit des § 6a Abs. 2\nSatz 1 AMG aF war zentraler Gegenstand der Revisionshauptverhandlung. Der\nSenat war weder einfachgesetzlich noch verfassungsrechtlich gehalten, den\nVerurteilten vor seiner Entscheidung auf seine Rechtsauffassung hinzuweisen\n\n(vgl. im Einzelnen BGH, Beschluss vom 28. Juni 2016 - 3 StR 17/15, wistra\n2016, 452 Rn. 4 f. mwN).\n\n4 2. Hinsichtlich des geltend gemachten Verstoßes gegen den Bestimmtheitsgrundsatz richtet sich das Vorbringen gegen die Entscheidung des Senats\nin der Sache. Solche Beanstandungen sind im Rahmen des § 356a StPO jedenfalls dann unbeachtlich, wenn kein Gehörsverstoß vorliegt; denn das Verfahren nach dieser Vorschrift soll ein Urteil nicht generell erneut zur Überprüfung stellen, sondern lediglich Gehörsverletzungen heilen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 31. Oktober 2011 - 1 StR 399/11, NStZ-RR 2012, 21, 22; vom 24. Juli\n2018 - 3 StR 171/17, juris Rn. 4 mwN).\n\nSchäfer Gericke Berg\n\nAnstötz Erbguth\n\nVorinstanz:\nLüneburg, LG, 30.10.2018 - 7102 Js 9283/12 21 KLs 1/17","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-02-04/3-str-233-19","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":2},{"jurabk":"AMG 1976","ref":"§ 6a","ref_norm":"6a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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