{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:011220B6STR306.20.0","court":"BGH","senate":"6. Strafsenat","decided":"2020-12-01","aktenzeichen":"6 StR 306/20","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n6 StR 306/20\n\nvom\n1. Dezember 2020\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Computerbetrugs u.a.\n\nECLI:DE:BGH:2020:011220B6STR306.20.0\n\nDer 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 1. Dezember 2020 gemäß\n§ 349 Abs. 2 und 4 sowie analog § 354 Abs. 1 StPO beschlossen:\n\nAuf die Revision der Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Hannover vom 22. Mai 2020 im Strafausspruch dahin geändert, dass die Gesamtfreiheitsstrafe auf vier Jahre und zwei\nMonate festgesetzt wird.\n\nDie weitergehende Revision wird verworfen.\n\nDie Beschwerdeführerin hat die Kosten ihres Rechtsmittels zu\ntragen.\n\nGründe:\n\n1 Das Landgericht hat die Angeklagte wegen Computerbetrugs in 35 Fällen, versuchten Computerbetrugs in vier Fällen, Betrugs in vier Fällen und Urkundenfälschung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt, die im Urteilstenor\nmit vier Jahren und drei Monaten, hingegen in den Urteilsgründen (UA S. 119)\nmit vier Jahren und zwei Monaten bestimmt ist. Worauf dieser Widerspruch beruht, lässt sich dem Urteil nicht entnehmen. Um ein offenkundiges Fassungsversehen handelt es sich nicht, weil sich aus den Strafzumessungserwägungen\nnicht ergibt, dass die dort bezeichnete niedrigere Gesamtfreiheitsstrafe ohne\njeden vernünftigen Zweifel von der Strafkammer so nicht verhängt werden sollte. Auszuschließen ist aber, dass das Landgericht eine niedrigere als die in den\nUrteilsgründen genannte Strafe verhängen wollte. Der Senat ist daher nicht ge-\n\nhindert, auf die niedrigere der beiden Strafen zu erkennen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 17. Oktober 2017 – 3 StR 349/17, NStZ 2018, 212; vom 5. Juli 2017 – 4\nStR 31/17 Rn. 4; vom 25. Februar 2009 – 5 StR 46/09, BGHR StPO § 260\nAbs. 1 Urteilstenor 5).\n\nSchneider König Feilcke\n\nTiemann Fritsche\n\nVorinstanz:\nHannover, LG, 22.05.2020 - 1842 Js 33152/19 63 KLs (7/19)","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-12-01/6-str-306-20","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354","ref_norm":"354","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-12-01/6-str-306-20","retrieved":"2026-10-24 07:56:50.273056+00:00"},"card":{"id":"bgh/2020-12-01/6-str-306-20","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"6. Strafsenat","date":"2020-12-01","dockets":["6 StR 306/20"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:011220B6STR306.20.0","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BGH:2020:011220B6STR306.20.0"},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 01.12.2020 – 6 StR 306/20","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2020-12-01/6-str-306-20","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Auf die Revision der Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Hannover vom 22. Mai 2020 im Strafausspruch dahin geändert, dass die Gesamtfreiheitsstrafe auf vier Jahre und zwei\nMonate festgesetzt wird.\n\nDie weitergehende Revision wird verworfen.\n\nDie Beschwerdeführerin hat die Kosten ihres Rechtsmittels zu\ntragen.","basis":"court_formula","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"StPO/354","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"354","label":"§ 354 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:56:50.273056+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}