{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-3_NA_2019-10-30_3_StR_318_19_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2019:301019B3STR318.19.0","court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"2019-10-30","aktenzeichen":"3 StR 318/19","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n3 StR 318/19\nvom\n30. Oktober 2019\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern u.a.\n\nhier: Gegenvorstellung des Verurteilten gegen den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 17. September 2019\n\nECLI:DE:BGH:2019:301019B3STR318.19.0\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 30. Oktober 2019 beschlossen:\n\nDie Gegenvorstellung des Verurteilten gegen den Beschluss des\nSenats vom 17. September 2019 wird zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Mit Beschluss vom 17. September 2019 hat der Senat die Revision des\nVerurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Wuppertal vom 22. Februar\n2019 als unbegründet verworfen. Dagegen wendet sich der Verurteilte mit eigenhändigem Schreiben vom 10. Oktober 2019, in dem er erklärt, er \"erhebe ...\ngegen diesen Beschluss Einspruch\".\n\n2 Die Eingabe ist als Gegenvorstellung gegen den Senatsbeschluss, nicht\nals Anhörungsrüge gemäß § 356a StPO auszulegen. Denn der Verurteilte\nmacht im Kern geltend, seine Revision sei deshalb zu Unrecht verworfen worden, weil die in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung erhobenen Beweise\nseine Verurteilung nicht trügen und im Rechtsmittelverfahren keine weitergehenden \"Ermittlungen\" mehr vorgenommen worden seien.\n\n3 Die Gegenvorstellung erweist sich als unzulässig. Dem Revisionsgericht\nist es - außerhalb des Verfahrens nach § 356a StPO - versagt, eine Entscheidung aufzuheben oder abzuändern, mit der es die Rechtskraft des tatrichterlichen Urteils herbeigeführt hat. Eine Gegenvorstellung gegen eine solche Ent-\n\nscheidung ist deshalb nicht statthaft (s. BGH, Beschluss vom 14. Mai 2019 -\n3 StR 595/18, juris Rn. 3 mwN).\n\n4 Eine Anhörungsrüge bliebe ebenfalls ohne Erfolg. Auch sie wäre unzulässig. In dem Schreiben des Verurteilten fehlt bereits die von § 356a Satz 3\nStPO vorausgesetzte Mitteilung, wann er von dem Senatsbeschluss Kenntnis\nerlangt hat, mit dem seine Revision verworfen und der ausweislich der Schlussverfügung am 26. September 2019 versandt worden ist. Der Rechtsbehelf wäre\naußerdem unbegründet. Denn der Senat hat weder Verfahrensstoff verwertet,\nzu dem der Verurteilte nicht gehört worden wäre, noch zu berücksichtigendes\nVorbringen des Verurteilten übergangen.\n\nSchäfer Tiemann Berg\n\nAnstötz Erbguth","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2019-10-30/3-str-318-19","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":3}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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