{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-2_NA_2019-06-26_2_StR_358_17_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2019:260619B2STR358.17.0","court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"2019-06-26","aktenzeichen":"2 StR 358/17","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n2 StR 358/17\nvom\n26. Juni 2019\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Beihilfe zum Betrug\n\nECLI:DE:BGH:2019:260619B2STR358.17.0\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung der Beschwerdeführerin am 26. Juni 2019 beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge der Verurteilten vom 22. Mai 2019 gegen den\nBeschluss des Senats vom 26. Februar 2019 wird auf ihre Kosten\nzurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 1. Der Senat hat die Revision der Verurteilten gegen das Urteil des\nLandgerichts Frankfurt am Main vom 28. März 2017 mit Beschluss vom\n26. Februar 2019 im Schuldspruch korrigiert und die weitergehende Revision\nverworfen. Die Revisionsentscheidung des Senats ist ihrem Verteidiger am\n15. Mai 2019 zugegangen. Mit dessen Schriftsatz vom 22. Mai 2019, der beim\nSenat am selben Tag eingegangen ist, hat die Verurteilte hiergegen Gehörsrüge erhoben und beantragt, den Beschluss des Senats dahingehend zu ergänzen, dass festgestellt wird, dass im Hinblick auf die unvertretbar lange, von der\nBeschwerdeführerin nicht zu verantwortende Dauer des Strafverfahrens wenigstens vier Monate der Strafe als vollstreckt gelten. Zur Begründung wird vorgetragen, der Senat habe sich zur Überraschung der Verteidigung nicht mit der\nFrage einer kompensationsfähigen Verfahrensverzögerung befasst. Die Verteidigung habe dazu nicht früher vortragen können, weil erst mit Beschluss des\nSenats bzw. mit dessen Bekanntmachung erkennbar geworden sei, wie lange\ndas Verfahren tatsächlich gedauert habe.\n\n2 2. Es kann dahinstehen, ob die Anhörungsrüge im Hinblick auf ihre Begründung zulässig ist. Sie ist jedenfalls unbegründet. Der Senat hat weder zum\nNachteil der Verurteilten Tatsachen oder Beweisergebnisse verwertet, zu denen\nsie nicht gehört worden ist, noch hat er Vorbringen der Verurteilten und ihrer\nVerteidigung unberücksichtigt gelassen oder übergangen. Die im Schriftsatz\nerstmals aufgeworfene Frage einer rechtsstaatswidrigen Verfahrensverzögerung im Revisionsverfahren hat der Senat bei seiner Entscheidung von Amts\nwegen geprüft und ist zum Ergebnis gelangt, dass eine solche angesichts der\nUmstände des Einzelfalls nicht vorliegt.\n\n3 3. Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung\ndes § 465 Abs. 1 StPO (vgl. nur BGH, Beschluss vom 15. September 2015\n– 1 StR 368/14).\n\nVRiBGH Franke ist Eschelbach Zeng\nwegen Urlaubs und\nOrtsabwesenheit\nan der Unterschrift\ngehindert.\nEschelbach\nGrube Schmidt","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2019-06-26/2-str-358-17","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 465","ref_norm":"465","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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