{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2019:211119BVIIIZB97.16.0","court":"BGH","senate":"8. Zivilsenat","decided":"2019-11-21","aktenzeichen":"VIII ZB 97/16","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n\nVIII ZB 97/16\nvom\n21. November 2019\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2019:211119BVIIIZB97.16.0\n\nDer VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 21. November 2019 durch\ndie Richterin Wiegand als Einzelrichterin\n\nbeschlossen:\n\nDie Erinnerung der Klägerin gegen den Kostenansatz des\nBundesgerichtshofs vom 31. Januar 2017 - Kostenrechnung\nmit Kassenzeichen 780017104381 - wird zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\nI.\n\n1 Mit Schreiben vom 18. Dezember 2016 erhob die Klägerin Rechtsbeschwerde\ngegen den Beschluss der 3. Zivilkammer des Landgerichts Würzburg vom 7. Dezember 2016 (3 T 1607/16). Diese wurde mit Senatsbeschluss vom 24. Januar 2017\nauf Kosten der Klägerin als unzulässig verworfen. Mit Kostenrechnung vom 31. Januar 2017 wurden gegenüber der Klägerin Gerichtskosten in Höhe von 120 € zum\nSoll gestellt.\n\n2 Dagegen wendet sich die Klägerin im Wege der Erinnerung.\n\nII.\n\n3 Die Erinnerung, über welche nach Nichtabhilfe beim Bundesgerichtshof gemäß § 1 Abs. 5, § 66 Abs. 6 Satz 1 GKG der Einzelrichter entscheidet (vgl. BGH,\nBeschluss vom 19. Juli 2018 - VII ZR 269/14, juris Rn. 5, mwN), hat keinen Erfolg.\n\n4 Mit dem Rechtsbehelf der Erinnerung nach § 66 Abs. 1 GKG kann sich der Erinnerungsführer nur gegen den Kostenansatz selbst, also gegen die Verletzung des\nKostenrechts und nicht gegen die Kostenbelastung der Partei als solches wenden.\nDas Erinnerungsverfahren dient nicht dazu, eine vorangegangene Entscheidung im\nHauptsacheverfahren - auch nicht die Kostenentscheidung - auf ihre Recht- oder\nVerfassungsmäßigkeit zu überprüfen (BGH, Beschluss vom 12. Dezember 2017 - II\nZB 25/16, Beck RS 2017 139513 Rn. 10).\n\n5 Einwendungen gegen den - zutreffend aus Nr. 1826 des Kostenverzeichnisses\nin Anlage 1 des Gerichtskostengesetzes ermittelten - Kostenansatz erhebt die Klägerin nicht. Sie macht vielmehr geltend, sie habe für ihr \"beabsichtigtes Wiederaufnahmeverfahren\" am 7. Dezember 2016 Prozesskostenhilfe beantragt, weshalb ein kostenfreies Bewilligungsverfahren vorgelegen habe. Diese Einwendung ist - selbst\nwenn es sich hierbei um eine im Rahmen der Erinnerung zulässige Einwendung\nhandeln sollte - unbegründet. Die Klägerin übersieht, dass es sich bei dem ihrerseits\n\"beabsichtigten Wiederaufnahmeverfahren\" einerseits und dem hiesigen Hauptsacheverfahren andererseits, dessen Gegenstand die Rechtsbeschwerde der Klägerin gegen den Beschluss des Landgerichts Würzburg vom 7. Dezember 2016 - 3 T\n1607/16 - ist, mit welchem ihre sofortige Beschwerde gegen den Kostenfestsetzungsbeschluss des Amtsgerichts Kitzingen vom 3. August 2016 - 3 C 557/14 - zurückgewiesen wurde, um zwei verschiedene Verfahren handelt. Für das hiesige -\n(erst) durch ihr Schreiben vom 18. Dezember 2016 eingeleitete - Rechtsbeschwerdeverfahren hat die Klägerin die Bewilligung von Prozesskostenhilfe vor Erlass der\nHauptsacheentscheidung nicht beantragt.\n\nIII.\n\n6 Das Verfahren über die Erinnerung ist gebührenfrei (§ 66 Abs. 8 Satz 1 GKG).\n\nWiegand\n\nVorinstanzen:\nAG Kitzingen, Entscheidung vom 03.08.2016 - 3 C 557/14 -\nLG Würzburg, Entscheidung vom 07.12.2016 - 3 T 1607/16 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2019-11-21/viii-zb-97-16","cited_norms":[{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 66","ref_norm":"66","n":3}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2019-11-21/viii-zb-97-16","retrieved":"2026-10-24 08:00:16.645386+00:00"},"card":{"id":"bgh/2019-11-21/viii-zb-97-16","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"8. 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