{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2019:191119BVIIIZA11.19.0","court":"BGH","senate":"8. Zivilsenat","decided":"2019-11-19","aktenzeichen":"VIII ZA 11/19","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nVIII ZA 11/19\n\nvom\n\n19. November 2019\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2019:191119BVIIIZA11.19.0\n\nDer VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 19. November 2019 durch\ndie Vorsitzende Richterin Dr. Milger, den Richter Dr. Schneider, die Richterin\nDr. Fetzer sowie die Richter Kosziol und Dr. Schmidt\n\nbeschlossen:\n\nDas Ablehnungsgesuch des Beklagten vom 10. Oktober 2019 wird\nals unzulässig verworfen.\n\nDie Anhörungsrüge des Beklagten vom 10. Oktober 2019 gegen\nden Beschluss des Senats vom 24. September 2019 wird zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 1. Das Ablehnungsgesuch des Beklagten vom 10. Oktober 2019 ist unzulässig und unter Mitwirkung der der zuständigen Spruchgruppe angehörenden (abgelehnten) Richter des Senats zu verwerfen.\n\n2 Grundsätzlich entscheidet über ein Ablehnungsgesuch zwar das Gericht,\ndem der abgelehnte Richter angehört, ohne dessen Mitwirkung\n(§ 45 Abs. 1 ZPO). Aus Gründen der Vereinfachung und Beschleunigung des\nVerfahrens ist der abgelehnte Richter in klaren Fällen eines unzulässigen oder\nmissbräuchlich angebrachten Ablehnungsgesuchs aber zur Vermeidung eines\naufwendigen und zeitraubenden Ablehnungsverfahrens an der weiteren Mitwirkung nicht gehindert. Denn bei einem eindeutig unzulässigen oder rechtsmissbräuchlichen Ablehnungsgesuch setzt dessen Prüfung eine Beurteilung des\n\neigenen Verhaltens des abgelehnten Richters nicht voraus und stellt mithin\nauch keine Entscheidung in eigener Sache dar (siehe nur Senatsbeschluss vom\n25. April 2017 - VIII ZA 1/17 und VIII ZA 2/17, juris Rn. 11).\n\n3 So verhält es sich hier. Der Beklagte bringt in seiner als Anhörungsrüge\nbezeichneten Eingabe vom 10. Oktober 2019 zum Ausdruck, dass er den Beschluss des Senats vom 24. September 2019, mit dem dem Beklagten Prozesskostenhilfe zur Durchführung einer Revision gegen das zweite Versäumnisurteil des Landgerichts Bonn vom 6. Juni 2019 (6 S 14/18) versagt wurde, für\nrechtswidrig hält und führt in der Folge aus, dass die Entscheidung des Senats\n\"Heuchelei des Sozial- und Rechtstaats, akademische, bandenmäßige Parteilichkeit für den akademischen, kapitalen Kläger/Vermieter im kapitalistischen\nWirtschafts-, Sozial-, Politik-, Justizsystem der BRD\" bedeute, infolgedessen er\ndie Richter des VIII. Zivilsenats wegen Besorgnis der Befangenheit ablehne.\nDamit ist ein im persönlichen Verhalten eines oder mehrerer Senatsmitglieder\nliegender Befangenheitsgrund nicht ansatzweise dargelegt.\n\n4 2. Der Senat hat in dem Beschluss vom 24. September 2019 das von der\nAnhörungsrüge, soweit diese sachlich nachvollziehbar ist, als übergangen gerügte Vorbringen geprüft, aber für nicht durchgreifend erachtet. Von einer weiterreichenden Begründung sieht er auch in diesem Verfahrensabschnitt in entsprechender Anwendung des § 544 Abs. 4 Satz 2 ZPO ab (BGH, Beschluss\nvom 28. Juli 2005 - III ZR 443/04, NJW-RR 2006, 63 unter II 2) ab.\n\nDr. Milger Dr. Schneider Dr. Fetzer\n\nKosziol Dr. Schmidt\n\nVorinstanzen:\nAG Bonn, Entscheidung vom 29.12.2017 - 203 C 94/16 -\nLG Bonn, Entscheidung vom 06.06.2019 - 6 S 14/18 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2019-11-19/viii-za-11-19","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 45","ref_norm":"45","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2019-11-19/viii-za-11-19","retrieved":"2026-10-24 08:00:16.589422+00:00"},"card":{"id":"bgh/2019-11-19/viii-za-11-19","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"8. 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