{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-1_NA_2019-07-11_1_StR_532_18_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2019:110719U1STR532.18.0","court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2019-07-11","aktenzeichen":"1 StR 532/18","doktyp":"Urteil","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nIM NAMEN DES VOLKES\n\nURTEIL\n1 StR 532/18\n\nvom\n\n11. Juli 2019\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nwegen Raubes u.a.\n\nECLI:DE:BGH:2019:110719U1STR532.18.0\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung vom 11. Juli 2019,\nan der teilgenommen haben:\n\nVorsitzender Richter am Bundesgerichtshof\nDr. Raum,\n\ndie Richterin am Bundesgerichtshof\nDr. Fischer,\ndie Richter am Bundesgerichtshof\nDr. Bär,\nDr. Leplow\nund die Richterin am Bundesgerichtshof\nDr. Pernice,\n\nOberstaatsanwalt beim Bundesgerichtshof\nals Vertreter der Bundesanwaltschaft,\n\nRechtsanwalt\nals Verteidiger,\n\nJustizangestellte – in der Verhandlung –,\nJustizangestellte – bei der Verkündung –,\nals Urkundsbeamtinnen der Geschäftsstelle,\n\nfür Recht erkannt:\n\n1. Auf die Revision der Staatsanwaltschaft wird das Urteil des\nLandgerichts München II vom 12. März 2018, soweit es den\nAngeklagten K. betrifft, dahin geändert, dass die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 180 Euro angeordnet wird.\n2. Die weitergehende Revision der Staatsanwaltschaft wird verworfen.\n3. Die Staatskasse trägt die Kosten des Rechtsmittels und die\ndem Angeklagten im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen.\n\nVon Rechts wegen\n\nGründe:\n\n1 Das Landgericht hat den Angeklagten K. wegen Raubes u.a. unter\nEinbeziehung eines weiteren Urteils zu einer Einheitsjugendstrafe von drei Jahren verurteilt.\n\n2 Mit der auf die Sachrüge gestützten und wirksam auf die unterlassene\nAnordnung der Einziehung von Wertersatz beschränkten Revision erzielt die\nStaatsanwaltschaft lediglich in Höhe von 180 Euro einen geringen Erfolg.\n\n3 Auf der Grundlage der rechtsfehlerfrei getroffenen Urteilsfeststellungen\nhat der Angeklagte aus den Vermögensstraftaten lediglich 180 Euro erlangt.\nDer Senat schließt aus, dass noch Feststellungen getroffen werden könnten,\n\ndie zu einem höheren Einziehungsbetrag führen. Der Senat bestimmt daher\nentsprechend § 354 Abs. 1 StPO (vgl. hierzu z.B. BGH, Urteil vom\n27. September 2018 – 4 StR 78/18 Rn. 12) auf der Grundlage dieser Feststellungen den Wert des von dem Angeklagten Erlangten in Höhe von 180 Euro\nselbst und holt insoweit die Anordnung der Einziehung nach (§ 73 Abs. 1, § 73c\nSatz 1 StGB).\n\n4 Es kann dahinstehen, ob die Anordnung der Einziehung des Wertes von\nTaterträgen nach § 73 Abs. 1, § 73c StGB auch bei Anwendung von Jugendstrafrecht eine zwingende Rechtsfolge ist (vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2019 –\n5 StR 95/19 Rn. 4 ff.) oder im Ermessen des Tatgerichts steht (vgl. Anfrage\ndes 1. Strafsenats, Beschluss vom 11. Juli 2019 – 1 StR 467/18). Angesichts\ndes geringen Betrags kann der Senat jedenfalls ausschließen, dass bei einer\nermessensfehlerfreien Entscheidung des Tatgerichts die Anordnung der Einziehung in dieser Höhe unterblieben wäre, zumal auch die Verteidigung deutlich\nzum Ausdruck gebracht hat, dass eine Zurückverweisung der Sache von ihr\nnicht gewünscht wird.\n\nRaum Fischer Bär\n\nLeplow Pernice","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2019-07-11/1-str-532-18","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 73c","ref_norm":"73c","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354","ref_norm":"354","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2019-07-11/1-str-532-18","retrieved":"2026-10-24 07:52:18.907746+00:00"},"card":{"id":"bgh/2019-07-11/1-str-532-18","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. 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