{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-05_NA_2019-03-05_V_ZR_179_18_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2019:050319BVZR179.18.0","court":"BGH","senate":"5. Zivilsenat","decided":"2019-03-05","aktenzeichen":"V ZR 179/18","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nV ZR 179/18\nvom\n\n5. März 2019\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2019:050319BVZR179.18.0\n\nDer V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 5. März 2019 durch die\nVorsitzende Richterin Dr. Stresemann, die Richterinnen Prof. Dr. Schmidt-Räntsch und Dr. Brückner, den Richter Dr. Göbel und die Richterin Haberkamp\n\nbeschlossen:\n\n1. Das Ablehnungsgesuch der Klägerin gegen die Mitglieder des\nSenats, die an dem Senatsbeschluss vom 7. Februar 2019 mitgewirkt haben, wird als unzulässig verworfen.\n\n2. Die sofortige Beschwerde der Klägerin gegen den Senatsbeschluss vom 7. Februar 2019 wird als unzulässig verworfen.\n\n3. Die Anhörungsrüge der Klägerin gegen den Senatsbeschluss\nvom 7. Februar 2019 wird als unzulässig verworfen.\n\n4. Die Gegenvorstellung der Klägerin gegen den Senatsbeschluss\nvom 7. Februar 2019 wird zurückgewiesen.\n\n5. Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem\nUrteil des Landgerichts Karlsruhe - Zivilkammer VII - vom\n5. Juli 2018 wird auf Kosten der Klägerin als unzulässig verworfen.\n\n6. Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt\n52.294,60 €.\n\nGründe:\n\n1 Die Klägerin wendet sich mit ihren Anträgen und Rechtsbehelfen gegen\nden Beschluss des Senats vom 7. Februar 2019, durch den ihr Antrag auf Bestellung eines Notanwalts wegen Aussichtslosigkeit der beabsichtigten Rechtsverfolgung zurückgewiesen worden ist (§ 78b Abs. 1 ZPO). Ihren in diesem Zusammenhang gestellten Anträgen bleibt der Erfolg versagt.\n\n2 1. Das Ablehnungsgesuch der Klägerin ist rechtsmissbräuchlich und damit unzulässig, weil mit ihm pauschal die Richter abgelehnt werden, die an der\ndem Ablehnungsgesuch vorangegangenen Gerichtsentscheidung mitgewirkt\nhaben, ohne konkrete Anhaltspunkte vorzubringen, die bei vernünftiger objektiver Betrachtung auf eine Befangenheit der Mitglieder des Spruchkörpers deuten\nkönnten. Diese Entscheidung kann der Senat unter Mitwirkung der abgelehnten\nRichter und ohne Einholung einer dienstlichen Stellungnahme der abgelehnten\nRichter treffen (vgl. Senat, Beschluss vom 17. Januar 2018 - V ZB 214/17, juris\nRn. 3 f. mwN).\n\n3 2. Die sofortige Beschwerde gegen den Beschluss des Senats vom\n7. Februar 2019 ist unzulässig. Die in § 78b Abs. 2 ZPO vorgesehene Anfechtung des Beschlusses durch die sofortige Beschwerde bezieht sich gemäß\n§ 567 Abs. 1 Nr. 1 ZPO nur auf die im ersten Rechtszug ergangenen Entscheidungen der Amtsgerichte und der Landgerichte, nicht jedoch - wie hier - auf\nEntscheidungen des Bundesgerichtshofs (vgl. nur MüKoZPO/Toussaint,\n5. Aufl., § 78b Rn. 15).\n\n4 3. Die Anhörungsrüge ist unzulässig, weil die Klägerin keinen entscheidungserheblichen Vortrag aufzeigt, den der Senat bei seiner Entscheidung\n\nübergangen haben könnte (vgl. § 321a Abs. 2 Satz 5 i.V.m. Abs. 1 Satz 1 Nr. 2\nZPO).\n\n5 4. Die gegen den Beschluss des Senats vom 7. Februar 2019 erhobene\nGegenvorstellung gibt ungeachtet der Frage, ob sie überhaupt statthaft ist, keine Veranlassung zu einer abweichenden Beurteilung.\n\n6 5. Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision ist unzulässig\nund mit der Kostenfolge des § 97 Abs. 1 ZPO zu verwerfen, weil sie nicht innerhalb der bis zum 12. November 2018 verlängerten Frist begründet worden ist\n(§ 544 Abs. 2, § 552 Satz 2 ZPO).\n\n7 6. Die Festsetzung des Gegenstandswerts beruht auf § 49a GKG; sie\nstimmt mit der Festsetzung durch das Berufungsgericht in dem Beschluss vom\n5. Juli 2018 überein.\n\nStresemann Schmidt-Räntsch Brückner\n\nGöbel Haberkamp\n\nVorinstanzen:\nAG Baden-Baden, Entscheidung vom 06.12.2016 - 22 C 29/15 WEG -\nLG Karlsruhe, Entscheidung vom 21.06.2018 - 7 S 101/16 -","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2019-03-05/v-zr-179-18","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 78b","ref_norm":"78b","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 97","ref_norm":"97","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 552","ref_norm":"552","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 567","ref_norm":"567","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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