{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2019:050219BIIZR98.18.0","court":"BGH","senate":"2. Zivilsenat","decided":"2019-02-05","aktenzeichen":"II ZR 98/18","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nII ZR 98/18\n\nvom\n\n5. Februar 2019\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2019:050219BIIZR98.18.0\n\nDer II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 5. Februar 2019 durch den\nVorsitzenden Richter Prof. Dr. Drescher und die Richter Sunder, Dr. Bernau, die\nRichterin B. Grüneberg und den Richter Dr. von Selle\n\nbeschlossen:\n\nDie Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der\nRevision in dem Beschluss des 1. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Rostock vom 1. Februar 2018 wird auf seine\nKosten verworfen.\n\nStreitwert: 20.000 €\n\nGründe:\n\n1 I. Die Nichtzulassungsbeschwerde des Klägers ist als unzulässig zu verwerfen, da der Wert der Beschwer nicht, wie nach § 26 Nr. 8 EGZPO erforderlich, 20.000 €, übersteigt.\n\n2 Der Wert des Beschwerdegegenstandes eines Rechtsmittels gegen die\nAbweisung einer Auskunftsklage richtet sich nach dem wirtschaftlichen Interesse des Anspruchstellers an der Erteilung der Auskunft und/oder Rechnungslegung. Dabei macht der Wert des Auskunftsanspruchs in der Regel nur einen\nBruchteil, nämlich 1/10 bis 1/4 des von dem Anspruchsteller erwarteten Leis-\n\ntungsanspruchs aus. Der Leistungsanspruch, welcher die Schätzungsgrundlage\nfür den anzusetzenden Wert bildet, ist seinerseits gemäß § 3 ZPO zu schätzen,\nwobei anhand des Tatsachenvortrags des Anspruchstellers danach zu fragen\nist, welche Vorstellungen er sich vom Wert des Leistungsanspruchs gemacht\nhat (BGH, Beschluss vom 12. Oktober 2011 - XII ZB 127/11, NJW-RR 2012,\n130 Rn. 13 ff.; Beschluss vom 16. Dezember 2015 - XII ZB 405/15, NJW 2016,\n714 Rn. 13; Beschluss vom 16. Mai 2018 - XII ZB 80/18, NJW-RR 2018, 901\nRn. 11, jeweils mwN).\n\n3 Das Berufungsgericht hat den Wert des Beschwerdegegenstands nach\nden Angaben des Klägers in der Klageschrift und im Schriftsatz vom 17. Januar\n2018 zu dem von ihm erwarteten Gewinn bzw. weiteren Abfindungsanspruch\ngroßzügig mit 20.000 € bemessen. Die Beschwerde hat mit den von ihr vorgelegten Feststellungsbescheiden des Finanzamtes für die Jahre 2012 bis 2015\nweder dargelegt, dass diese Schätzung des Berufungsgerichts fehlerhaft ist,\nnoch dargetan, dass der Kläger einen höheren Gewinn bzw. weiteren Abfindungsanspruch als angegeben erwarten durfte.\n\n4 II. Die Nichtzulassungsbeschwerde wäre im Übrigen auch unbegründet,\nweil keiner der im Gesetz (§ 543 Abs. 2 ZPO) vorgesehenen Gründe vorliegt,\nnach denen der Senat die Revision zulassen darf. Der Rechtsstreit der Parteien\nhat weder grundsätzliche Bedeutung, noch erfordert er eine Entscheidung des\nRevisionsgerichts zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung. Der Senat hat die Verfahrensrügen geprüft und für nicht\n\ndurchgreifend erachtet. Von einer näheren Begründung wird gemäß § 544\nAbs. 4 Satz 2, 2. Halbs. ZPO abgesehen.\n\nDrescher Sunder Bernau\n\nB. Grüneberg von Selle\n\nVorinstanzen:\nLG Neubrandenburg, Entscheidung vom 07.04.2017 - 2 O 449/16 -\nOLG Rostock, Entscheidung vom 01.02.2018 - 1 U 53/17 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2019-02-05/ii-zr-98-18","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 3","ref_norm":"3","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1},{"jurabk":"ZPOEG","ref":"§ 26","ref_norm":"26","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2019-02-05/ii-zr-98-18","retrieved":"2026-10-24 07:57:39.126922+00:00"},"card":{"id":"bgh/2019-02-05/ii-zr-98-18","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. 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