{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2019:020519U3STR567.18.0","court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"2019-05-02","aktenzeichen":"3 StR 567/18","doktyp":"Urteil","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nIM NAMEN DES VOLKES\n\nURTEIL\n3 StR 567/18\n\nvom\n\n2. Mai 2019\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\n1.\n\n2.\n\nwegen besonders schweren Raubes\n\nECLI:DE:BGH:2019:020519U3STR567.18.0\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung vom 2. Mai 2019,\nan der teilgenommen haben:\n\nVorsitzender Richter am Bundesgerichtshof\nDr. Schäfer,\n\nRichter am Bundesgerichtshof\nGericke,\nRichterin am Bundesgerichtshof\nWimmer,\ndie Richter am Bundesgerichtshof\nDr. Berg,\nDr. Hoch\nals beisitzende Richter,\n\nBundesanwalt beim Bundesgerichtshof\nals Vertreter der Bundesanwaltschaft,\n\nRechtsanwalt\nals Verteidiger des Angeklagten Ü. ,\n\nRechtsanwalt\nals Verteidiger der Angeklagten K. ,\n\nJustizhauptsekretärin\nals Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle,\n\nfür Recht erkannt:\n\nDie Revisionen der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des\nLandgerichts Koblenz vom 13. August 2018 werden verworfen; jedoch wird das Urteil im Schuldspruch dahin neu gefasst, dass die Angeklagten des besonders schweren Raubes schuldig sind.\n\nDie Kosten der Rechtsmittel und die den Angeklagten\ndadurch entstandenen notwendigen Auslagen fallen der\nStaatskasse zur Last.\n\nVon Rechts wegen\n\nGründe:\n\n1 Das Landgericht hat die Angeklagten wegen \"gemeinschaftlich begangenen schweren Raubes\" jeweils zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und\nsechs Monaten verurteilt. Dagegen wendet sich die Staatsanwaltschaft mit\nihren zu Ungunsten der Angeklagten eingelegten, wirksam auf den Rechtsfolgenausspruch beschränkten und auf die Rüge der Verletzung materiellen\nRechts gestützten Revisionen. Die Rechtsmittel haben aus den in der Zuschrift\ndes Generalbundesanwalts vom 11. Januar 2019 dargelegten Gründen keinen\nErfolg; sie führen indes zu der aus der Entscheidungsformel ersichtlichen Neufassung des Schuldspruchs.\n\n2 Da die Angeklagten den Urteilsgründen zufolge den Tatbestand des\n§ 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB verwirklichten, hat der Senat den Schuldspruch dahin\ngefasst, dass sie des besonders schweren Raubes schuldig sind. Denn die von\n§ 260 Abs. 4 Satz 1 StPO geforderte rechtliche Bezeichnung der Straftat ver-\n\nlangt eine Kennzeichnung der Qualifikation in der Urteilsformel, durch die der\ngegenüber § 250 Abs. 1 StGB erhöhte Unrechtsgehalt zum Ausdruck kommt\n(vgl. BGH, Beschlüsse vom 28. Januar 2003 - 3 StR 373/02, BGHR StPO § 260\nAbs. 4 Satz 1 Urteilsformel 4; vom 3. September 2009 - 3 StR 297/09, NStZ-RR\n2009, 377; vom 23. September 2014 - 2 StR 146/14, juris Rn. 2; vom 14. Juni\n2016 - 3 StR 196/16, juris Rn. 7). Demgegenüber ist die gemeinschaftliche Begehungsweise der Tat nicht in den Urteilstenor aufzunehmen, weil es sich um\neine Tatmodalität handelt, die kein eigenes Unrecht verkörpert (vgl. BGH, Beschlüsse vom 12. Oktober 1977 - 2 StR 410/77, BGHSt 27, 287, 289; vom\n23. September 2014 - 2 StR 146/14, juris Rn. 2).\n\nSchäfer Gericke Ri'inBGH Wimmer befindet\nsich im Urlaub und ist deshalb gehindert zu unterschreiben.\n\nSchäfer\n\nBerg Hoch","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2019-05-02/3-str-567-18","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 250","ref_norm":"250","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 260","ref_norm":"260","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2019-05-02/3-str-567-18","retrieved":"2026-10-24 07:54:30.849117+00:00"},"card":{"id":"bgh/2019-05-02/3-str-567-18","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"3. 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