{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2018:310718BVZR101.16.0","court":"BGH","senate":"5. Zivilsenat","decided":"2018-07-31","aktenzeichen":"V ZR 101/16","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nV ZR 101/16\nvom\n\n31. Juli 2018\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2018:310718BVZR101.16.0\n\nDer V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 31. Juli 2018 durch die\nVorsitzende Richterin Dr. Stresemann, die Richterinnen Dr. Brückner und\nWeinland und die Richter Dr. Kazele und Dr. Hamdorf\n\nbeschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge gegen das Urteil des Senats vom\n23. Februar 2018 wird auf Kosten der Beklagten zu 1 a bis g zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 1. Die gemäß § 321a Abs. 1 ZPO statthafte Anhörungsrüge ist unbegründet, weil der Senat den Anspruch der Beklagten zu 1 a bis g auf rechtliches\nGehör (Art. 103 Abs. 1 GG) durch sein Urteil vom 23. Februar 2018 nicht verletzt hat.\n\n2 2. Die Rüge der Beklagten zu 1 a bis g, der Senat habe ihren Vortrag in\nder Begründung der Anschlussrevision übergangen, wonach auch in der Zeit\nvor dem 19. September 2013 keine derart erheblichen Mängel vorgelegen hätten, die eine Sanierung des Gemeinschaftseigentums in der Form der Abdichtung zum Baugrund erforderlich gemacht und eine Vermietung der Wohnung\nder Klägerin ausgeschlossen hätten, bleibt ohne Erfolg. Die Beklagten zu 1 a\nbis g wollen dies aus den am 11. März 2014 getroffenen Feststellungen des von\nden Wohnungseigentümern beauftragten Sachverständigen ableiten, die sich in\ndem Untersuchungsbericht vom 28. März 2014 wiederfinden. Diesen Vortrag\n\nhat der Senat in seinem Urteil berücksichtigt und als nicht entscheidungserheblich angesehen.\n\n3 a) Mit der in Textziffer 75 gegebenen Begründung, die Beklagten zu 1 a\nbis g hätten keinen Vortrag aufgezeigt, aus dem sich ergebe, dass ein Anspruch auf Instandsetzung des Gemeinschaftseigentums weder am\n25. November 2010 noch am 4. Juli 2013 vorgelegen habe, hat der Senat zum\nAusdruck gebracht, dass insoweit kein erheblicher Vortrag erfolgt ist. Aus dem\nUntersuchungsbericht vom 28. März 2014 ist, wie der Senat in Textziffer 93\nseines Urteils ausgeführt hat, lediglich eine Beschreibung der Mängelsymptomatik zu entnehmen, womit die im Urteil vom 19. September 2013 festgestellte\nUrsache für den Feuchtigkeitseintritt in die Wohnung nicht in Abrede gestellt\nwerden kann. Der Senat hat, da die Ursache der Feuchtigkeitserscheinungen\nnicht beseitigt wurde, eine nach dem 19. September 2013 eingetretene Verringerung der Durchfeuchtung für unerheblich angesehen. Für eine vor dem\n19. September 2013 eingetretene Verringerung der Durchfeuchtung gilt ersichtlich nichts anderes.\n\n4 b) Ohne Erfolg bleibt daher auch die weitere Rüge der Beklagten zu 1 a\nbis g, die Ausführungen des Senats in Textziffer 93 seines Urteils ließen erkennen, dass auch die Bedeutung des Untersuchungsberichts vom 28. März 2014\nfür die Frage der Vermietbarkeit der Wohnung der Klägerin für den Zeitraum vor\ndem 19. September 2013 übergangen worden sei. Indessen lässt der Untersuchungsbericht vom 28. März 2014 nach den vorangegangenen Ausführungen\nauch keinen Rückschluss darauf zu, dass die Wohnung am 25. November 2010\noder am 4. Juli 2013 vermietbar gewesen wäre.\n\n5 c) Das Vorbringen, der im selbstständigen Beweisverfahren tätige Gutachter habe Schimmelbildung an der Grenzwand festgestellt, ohne dass aufgeklärt worden wäre, inwieweit das Gemeinschaftseigentum betroffen sei, hat der\nSenat im Hinblick auf die Rechtskraft des Urteils vom 19. September 2013 als\nnicht entscheidungserheblich angesehen; insoweit wird insbesondere auf die\nTextziffern 33 f. verwiesen.\n\nStresemann Brückner Weinland\n\nKazele Hamdorf\n\nVorinstanzen:\nAG München, Entscheidung vom 06.06.2014 - 481 C 29289/12 WEG -\nLG München I, Entscheidung vom 31.03.2016 - 1 S 11890/14 WEG -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-07-31/v-zr-101-16","cited_norms":[{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 321a","ref_norm":"321a","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-07-31/v-zr-101-16","retrieved":"2026-10-24 07:59:22.507796+00:00"},"card":{"id":"bgh/2018-07-31/v-zr-101-16","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"5. 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