{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2018:290818B4STR561.17.0","court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"2018-08-29","aktenzeichen":"4 StR 561/17","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n4 StR 561/17\n\nvom\n29. August 2018\nin der Strafsache\ngegen\n\n1.\n\n2.\n\nwegen zu 1.: Untreue\nzu 2.: Beihilfe zur Untreue\n\nhier: Anhörungsrügen der Verurteilten\n\nECLI:DE:BGH:2018:290818B4STR561.17.0\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 29. August 2018 einstimmig\nbeschlossen:\n\nDie Anhörungsrügen der Verurteilten gegen den Senatsbeschluss vom 20. Juni 2018 werden auf ihre Kosten zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 1. Auf die Revision des Verurteilten K. gegen das Urteil des Landgerichts Essen vom 8. Juni 2017 hat der Senat das Verfahren mit Beschluss vom\n20. Juni 2018 hinsichtlich eines Falls der Untreue gemäß § 154 Abs. 2 StPO\neingestellt und im Übrigen die Revisionen der Verurteilten gemäß § 349 Abs. 2\nStPO als unbegründet verworfen. Hiergegen wenden sich die Verurteilten mit\nihren am 23. und 24. Juli 2018 beim Bundesgerichtshof eingegangenen Anhörungsrügen. Sie machen geltend, der Senat habe ihre ergänzenden Ausführungen zu den erhobenen Verfahrensbeanstandungen aus ihren Gegenerklärungen vom 28. Dezember 2017 (des Verurteilten H. ) und vom 12. Januar 2018 (des Verurteilten K. ) nicht berücksichtigt, weil der Senat zur Zurückweisung der Verfahrensrügen in seinem Beschluss auf die Gründe der vor\nden Gegenerklärungen verfassten Antragsschriften des Generalbundesanwalts\nvom 7. Dezember 2017 verweise. Zudem habe der Senat bei seiner Entscheidung Ausführungen zur Revisionsbegründung des jeweils anderen Mitverurteilten verwertet, die ihnen nicht zur Kenntnis gebracht worden seien. Der Be-\n\nschluss enthalte schließlich keine Begründung zu „zentralen Elementen“ der\nRevisionen und zur Teileinstellung des Verfahrens.\n\n2 2. Die Anhörungsrügen sind unbegründet. Der Senat hat bei seiner Entscheidung weder Verfahrensstoff verwertet, zu dem die Verurteilten nicht gehört\nworden wären, noch hat er zu berücksichtigendes Vorbringen der Verurteilten\nübergangen.\n\n3 a) Die Gegenerklärungen der Verurteilten vom 28. Dezember 2017 und\nvom 12. Januar 2018 lagen dem Senat vor, waren Gegenstand der Beratung\nund sind – ebenso wie die weiteren von ihnen eingereichten Schriftsätze – bei\nseiner Entscheidung berücksichtigt worden. Soweit der Verurteilte H.\nin seiner Gegenerklärung gegen die vom Generalbundesanwalt vertretene Auffassung zu den Zulässigkeitsanforderungen der Verfahrensrügen verfassungsrechtliche Bedenken erhoben und der Verurteilte K. seine verfahrensrechtlichen Angriffe gegen das Urteil mit seinen ergänzenden Ausführungen weiter\nvertieft hatte, zeigten die Verurteilten keine der rechtlichen Bewertung des Generalbundesanwalts entgegenstehenden Umstände auf. Einer gesonderten Begründung durch den Senat bedurfte es nicht (vgl. Meyer-Goßner/Schmitt, StPO,\n61. Aufl., § 349 Rn. 20 mwN).\n\n4 b) Der Senat hat bei seiner Entscheidung über die Revisionen der Verurteilten auch in Bezug auf die Sachrüge kein ihnen unbekanntes Vorbringen des\njeweils anderen Beschwerdeführers berücksichtigt. Die rechtliche Wertung des\nSenats, der Verurteilte H. habe bei der Entsorgungsbetriebe E.\nGmbH in einem dauernden Dienstverhältnis mit festen Bezügen im Sinne des\n§ 627 Abs. 1 BGB gestanden, beruhte auf den rechtsfehlerfrei getroffenen, beiden Verurteilten bekannten Feststellungen des angefochtenen Urteils.\n\n5 c) Für die von den Verurteilten vermisste weiter gehende Begründung\nseiner Entscheidung bestand für den Senat weder von Verfassungs wegen\nnoch aufgrund der Gewährleistungen der Europäischen Menschenrechtskonvention Anlass (vgl. BVerfG, wistra 2014, 434, 435; EGMR, EuGRZ 2008, 274,\n276; BGH, Beschlüsse vom 19. Februar 2018 – 1 StR 224/17, Rn. 4; vom\n10. April 2018 – 4 StR 328/17, Rn. 2).\n\n6 3. Die Kostenentscheidung beruht auf einer entsprechenden Anwendung\ndes § 465 Abs. 1 StPO.\n\nSost-Scheible Roggenbuck Franke\n\nQuentin Feilcke","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-08-29/4-str-561-17","cited_norms":[{"jurabk":"BGB","ref":"§ 627","ref_norm":"627","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 154","ref_norm":"154","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 465","ref_norm":"465","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-08-29/4-str-561-17","retrieved":"2026-10-24 07:55:27.838429+00:00"},"card":{"id":"bgh/2018-08-29/4-str-561-17","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"4. 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