{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-5_NA_2018-08-28_5_StR_245_18_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2018:280818B5STR245.18.0","court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"2018-08-28","aktenzeichen":"5 StR 245/18","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n5 StR 245/18\n\nvom\n28. August 2018\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen besonders schwerer räuberischer Erpressung u.a.\n\nECLI:DE:BGH:2018:280818B5STR245.18.0\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 28. August 2018 gemäß § 46 Abs. 1, § 349 Abs. 2 und 4, § 354 Abs. 1 StPO analog beschlossen:\n\nDer Antrag des Angeklagten auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zur Anbringung von Verfahrensrügen wird zurückgewiesen.\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Kiel vom 12. Januar 2018 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass die in Portugal erlittene Auslieferungshaft im Verhältnis 1:1 auf die verhängte Strafe angerechnet wird.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\n1 Das Wiedereinsetzungsgesuch ist bereits deshalb unzulässig, weil die\nRevision des Angeklagten infolge der rechtzeitig erhobenen Sachrüge frist- und\nformgerecht begründet worden ist (st. Rspr., vgl. BGH, Beschlüsse vom\n21. Februar 1951 – 1 StR 5/51, BGHSt 1, 44, 46; vom 23. August 2012\n– 1 StR 346/12 mwN). In solchen Fällen kommt eine Wiedereinsetzung in den\nvorigen Stand zur Nachholung von Verfahrensrügen nur ausnahmsweise bei\nbesonderen Verfahrenslagen in Betracht, in denen dies zur Wahrung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG)\nunerlässlich erscheint (vgl. BGH, Beschlüsse vom 7. September 1993\n\n– 5 StR 162/93, BGHR StPO § 44 Verfahrensrüge 8; vom 25. September 2007\n– 1 StR 432/07, NStZ-RR 2008, 18).\n\n2 Ein solcher Ausnahmefall liegt hier nicht vor. Zudem ist die Wochenfrist\ngemäß § 45 Abs. 1 Satz 1 StPO nicht gewahrt, wie der Generalbundesanwalt in\nseiner Antragsschrift vom 9. Juli 2018 zutreffend dargelegt hat.\n\n3 Die umfassende Prüfung des angegriffenen Urteils auf die Sachrüge hat\nbis auf die unterbliebene, vom Senat nunmehr nachgeholte Anrechnungsentscheidung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben (§ 349\nAbs. 2 StPO).\n\nMutzbauer Sander Schneider\n\nBerger Mosbacher","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-08-28/5-str-245-18","cited_norms":[{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 45","ref_norm":"45","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354","ref_norm":"354","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-08-28/5-str-245-18","retrieved":"2026-10-24 07:56:26.505029+00:00"},"card":{"id":"bgh/2018-08-28/5-str-245-18","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"5. 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