{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2018:210218BIZB70.17.0","court":"BGH","senate":"1. Zivilsenat","decided":"2018-02-21","aktenzeichen":"I ZB 70/17","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nI ZB 70/17\nvom\n\n21. Februar 2018\n\nin der Schiedsgerichtssache\n\nECLI:DE:BGH:2018:210218BIZB70.17.0\n\nDer I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 21. Februar 2018 durch\ndie Richter Prof. Dr. Koch, Prof. Dr. Kirchhoff, die Richterin Dr. Schwonke, den\nRichter Feddersen und die Richterin Dr. Schmaltz\n\nbeschlossen:\n\nDer Antrag der Antragstellerin, den Senatsbeschluss vom\n22. August 2017 schon vor einer Entscheidung in der Sache aufzuheben, wird zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 I. Das Oberlandesgericht Köln hat durch Beschluss vom 4. August 2017\nden in einem Schiedsverfahren zwischen den Parteien ergangenen Schiedsspruch vom 11. November 2016 in der Fassung des Berichtigungsschiedsspruchs vom 29. Dezember 2016 mit dem Tenor für vollstreckbar erklärt, dass\ndie Antragsgegnerin der Antragstellerin 2.609.249,97 € nebst Zinsen in Höhe\nvon 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 22. November 2013 zu\nzahlen hat. Das Oberlandesgericht hat seinen Beschluss für vorläufig vollstreckbar erklärt. Die Antragsgegnerin hat gegen die Vollstreckbarerklärung des\nSchiedsspruchs Rechtsbeschwerde eingelegt. Sie hat ferner beantragt, die\nZwangsvollstreckung aus dem Beschluss gegen Sicherheitsleistung einstweilen\neinzustellen und die vorläufige Einstellung der Zwangsvollstreckung aus dem\nBeschluss bis zur Entscheidung über den Antrag auf einstweilige Einstellung\nder Zwangsvollstreckung anzuordnen.\n\n2 Mit Beschluss vom 22. August 2017 hat der Senat die Zwangsvollstreckung antragsgemäß bis zur Entscheidung über die Rechtsbeschwerde mit der\nMaßgabe eingestellt, dass die Antragsgegnerin binnen drei Wochen nach Zu-\n\nstellung des Einstellungsbeschlusses Sicherheit in Höhe von 3.200.000 € leistet.\n\n3 Mit der Erwiderung auf die Rechtsbeschwerde beantragt die Antragstellerin,\n\nden Beschluss des Senats vom 22. August 2017 schon vor einer Entscheidung\nin der Sache aufzuheben.\n\n4 II. Der Antrag auf Aufhebung des Senatsbeschlusses vom 22. August\n2017 hat keinen Erfolg. Der Senat sieht zu einer Aufhebung seines Beschlusses vom 22. August 2017 keinen Anlass.\n\n5 Der Rechtsbeschwerde kann beim derzeitigen Stand des Verfahrens die\nErfolgsaussicht weiterhin nicht abgesprochen werden. Zwar hat die Antragstellerin nunmehr zu den von der Antragsgegnerin geltend gemachten Gründen für\neine Aufhebung des angegriffenen Beschlusses Stellung genommen. Eine gegenüber dem Beschluss vom 22. August 2017 abweichende Beurteilung der\nErfolgsaussicht unter Berücksichtigung der Begründung der Rechtsbeschwerde\nund der Erwiderung der Antragstellerin erforderte jedoch eine abschließende\nBearbeitung der Sache durch den Senat. Zudem ist der Beschluss vom\n22. August 2017 auch auf die Erwägung gestützt, die Antragsgegnerin habe\ngeltend gemacht, die Antragstellerin sei nicht dazu in der Lage, den von ihr beigetriebenen Geldbetrag zurückzuzahlen. Die Antragstellerin wendet sich in der\nErwiderung nicht gegen diese Erwägung.\n\n6 Durch die weitere Aufrechterhaltung der Einstellung der Zwangsvollstreckung bis zur Entscheidung über die Rechtsbeschwerde werden Interessen der\nAntragstellerin als Gläubigerin nur unwesentlich berührt. Der Abschluss des\nRechtsbeschwerdeverfahrens steht in Kürze bevor. Als Beratungstermin wurde\nder 19. April 2018 bestimmt. Zwischen dem vorliegenden Beschluss und dem\nvoraussichtlichen Abschluss des Rechtsbeschwerdeverfahrens liegen etwa acht\n\nWochen. Demgegenüber sind zwischen der Zustellung des Senatsbeschlusses\nvom 22. August 2017 an die Antragstellerin am 24. August 2017 und dem Eingang ihrer Erwiderung am 5. Februar 2018 fünfeinhalb Monate vergangen. Ein\nkonkretes Interesse der Antragstellerin, das es als für sie unter diesen Umständen unzumutbar erscheinen lassen könnte, den Abschluss des Rechtsbeschwerdeverfahrens abzuwarten, ist weder geltend gemacht noch sonst ersichtlich.\n\nKoch Kirchhoff Schwonke\n\nFeddersen Schmaltz\n\nVorinstanz:\nOLG Köln, Entscheidung vom 04.08.2017 - 19 Sch 6/17 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-02-21/i-zb-70-17","cited_norms":[],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-02-21/i-zb-70-17","retrieved":"2026-10-24 07:57:13.835686+00:00"},"card":{"id":"bgh/2018-02-21/i-zb-70-17","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. 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