{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-1_NA_2018-12-19_1_StR_385_18_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2018:191218B1STR385.18.0","court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2018-12-19","aktenzeichen":"1 StR 385/18","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n1 StR 385/18\n\nvom\n19. Dezember 2018\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Vergewaltigung u.a.\n\nhier: Anhörungsrüge\n\nECLI:DE:BGH:2018:191218B1STR385.18.0\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 19. Dezember 2018\nbeschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten vom 20. November 2018\ngegen den Senatsbeschluss vom 8. November 2018 wird auf\nseine Kosten zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Der Senat hat die Revision des Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 2. März 2018 mit Beschluss vom 8. November 2018 als\nunbegründet verworfen. Der Verurteilte hat hiergegen mit Schreiben vom\n20. November 2018 „Beschwerde bzw. Widerspruch“ eingelegt und beantragt,\ndass eine andere Strafkammer über die Strafsache neu verhandelt. Damit hat\ner keinen Erfolg.\n\n2 1. Die Beschwerde ist gegen eine Revisionsentscheidung gemäß § 349\nAbs. 2 StPO – wie sie der Senat am 8. November 2018 getroffen hat – nicht\nstatthaft (§ 304 Abs. 4 Satz 1 StPO). Nichts anderes gilt für einen Widerspruch\nund auch für eine Gegenvorstellung, weil die Entscheidung grundsätzlich\nweder aufgehoben noch abgeändert oder ergänzt werden kann (st. Rspr.; vgl.\nBGH, Beschlüsse vom 30. April 2014 – 2 StR 391/13, juris Rn. 1 und vom\n25. Juni 2013 – 1 StR 137/13, juris Rn. 5).\n\n3 2. Das Schreiben des Verurteilten vom 20. November 2018 erweist sich\ndaher als Anhörungsrüge nach § 356a StPO. Sie ist jedenfalls unbegründet.\nEine Verletzung rechtlichen Gehörs liegt nicht vor.\n\n4 Der Senat hat bei seiner Entscheidung weder zum Nachteil des Verurteilten Tatsachen oder Beweisergebnisse verwertet, zu denen dieser nicht gehört\nworden ist, noch hat er zu berücksichtigendes entscheidungserhebliches Vorbringen des Verurteilten übergangen oder in sonstiger Weise dessen Anspruch\nauf rechtliches Gehör verletzt. Bei der Beratung lag auch das an den Generalbundesanwalt gerichtete Schreiben des Verurteilten vom 2. August 2018 vor.\nDer Senat hat das gesamte Vorbringen der Revision gewürdigt, jedoch nicht für\ndurchgreifend erachtet. Dass dies nach dem Verwerfungsantrag des Generalbundesanwalts nicht näher begründet wurde, liegt in der Natur des Verfahrens\ngemäß § 349 Abs. 2 StPO und gibt daher keinen Hinweis auf die Nichtbeachtung des Sachvortrags des Revisionsführers. Eine Begründungspflicht für\nletztinstanzliche, mit ordentlichen Rechtsmitteln nicht mehr angreifbare\nEntscheidungen besteht nicht (vgl. BVerfG, Beschluss vom 17. Juli 2007\n– 2 BvR 496/07, NStZ-RR 2007, 381; BGH, Beschlüsse vom 8. April 2009\n– 5 StR 40/09, BGHR StPO § 356a Gehörverstoß 3 und vom 23. Oktober 2018\n– 1 StR 586/17, juris Rn. 4).\n\n5 Im Kern enthalten die Ausführungen des Verurteilten den Vorwurf, der\nSenat habe in der Sache fehlerhaft entschieden. Mit diesem Vorbringen kann er\nim Rahmen des § 356a StPO nicht gehört werden (vgl. BGH, Beschluss vom\n9. Mai 2017 – 1 StR 627/16, juris Rn. 6).\n\n6 3. Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung\ndes § 465 Abs. 1 StPO (vgl. BGH, Beschlüsse vom 22. Juli 2016\n– 1 StR 579/15, juris Rn. 5 und vom 22. Mai 2015 – 1 StR 121/15, juris Rn. 6).\n\nRaum Jäger Bellay\n\nCirener Hohoff","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-12-19/1-str-385-18","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 465","ref_norm":"465","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 304","ref_norm":"304","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-12-19/1-str-385-18","retrieved":"2026-10-24 07:52:17.835265+00:00"},"card":{"id":"bgh/2018-12-19/1-str-385-18","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. 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