{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2018:110118B1STR72.17.0","court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2018-01-11","aktenzeichen":"1 StR 72/17","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n1 StR 72/17\n\nvom\n11. Januar 2018\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Beihilfe zum vorsätzlichen unerlaubten Inverkehrbringen von\nArzneimitteln zu Dopingzwecken im Sport u.a.\n\nhier: Antrag auf Pauschvergütung\n\nECLI:DE:BGH:2018:110118B1STR72.17.0\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Verteidigers und\nnach Anhörung der Vertreterin der Bundeskasse am 11. Januar 2018 beschlossen:\n\nDem gerichtlich bestellten Verteidiger, Rechtsanwalt F. ,\nwird für die Vorbereitung und Wahrnehmung der Revisionshauptverhandlung anstelle der gesetzlichen Gebühr eine Pauschvergütung in Höhe von 1.000 € bewilligt.\n\nGründe:\n\n1 Rechtsanwalt F. aus Fü. ist für die Revisionshauptverhandlung\nmit Verfügung des Vorsitzenden vom 22. Juni 2017 zum Pflichtverteidiger des\nAngeklagten N. bestellt worden.\n\n2 Der Pflichtverteidiger hat die Bewilligung einer Pauschgebühr in Höhe\nvon 2.500 € für die Vertretung in der Hauptverhandlung beantragt. Nach Anhörung der Staatskasse hat der Senat eine Pauschgebühr in Höhe von 1.000 €\nbewilligt.\n\n3 Zur Vorbereitung der Hauptverhandlung vor dem Senat hatte sich der\nAntragsteller insbesondere mit umfangreichen und schwierigen Fragestellungen\naus dem Arzneimittelstrafrecht und darüber hinaus mit der Revision der Staatsanwaltschaft zu befassen. Angesicht dessen war der Zeitaufwand für die Vorbereitung des Termins höher als bei anderen Verfahren. Die Hauptverhandlung\n\nselbst (10.37 Uhr bis 11.20 Uhr) überschritt die übliche Dauer einer Revisionshauptverhandlung nicht, obwohl sie neben der Revision des Angeklagten N.\nauch die Revision der Staatsanwaltschaft zum Gegenstand hatte. Zur später angesetzten Urteilsverkündung war der Antragsteller nicht mehr anwesend.\n\n4 Die gesetzlich vorgesehene Terminsgebühr von 272 € war daher angemessen zu erhöhen, da eine besonders umfangreiche Vorbereitung der Revisionshauptverhandlung erforderlich war, die den üblichen mit einer Revision verbundenen Aufwand überstieg. Der Senat setzt deshalb eine Pauschgebühr in\nHöhe von 1.000 € fest. Eine weitere Erhöhung, wie dies von dem Antragsteller\nbeantragt worden ist, kommt nicht in Betracht. Der vom Antragsteller erwähnte\nund mit dem Umfang der Sachakten verknüpfte Mehraufwand bei der Erfassung\ndes Tatgeschehens und beim Erstellen entsprechender Schriftsätze betraf vorgelagert die Verfahrensgebühr des Rechtsanwalts und nicht die Revisionshauptverhandlung.\n\nRaum Jäger Radtke\n\nFischer Bär","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-01-11/1-str-72-17","cited_norms":[],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-01-11/1-str-72-17","retrieved":"2026-10-24 07:52:16.148973+00:00"},"card":{"id":"bgh/2018-01-11/1-str-72-17","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. 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