{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2018:100418BXIZR515.15.0","court":"BGH","senate":"11. Zivilsenat","decided":"2018-04-10","aktenzeichen":"XI ZR 515/15","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nXI ZR 515/15\n\nvom\n\n10. April 2018\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2018:100418BXIZR515.15.0\n\nDer XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 10. April 2018 durch den\nVizepräsidenten Prof. Dr. Ellenberger, die Richter Maihold und Dr. Matthias sowie die Richterinnen Dr. Derstadt und Dr. Dauber\n\nbeschlossen:\n\nAuf die Gegenvorstellung der Beklagten zu 1) wird der Beschluss\ndes Senats vom 19. Dezember 2017 im letzten Absatz abgeändert\nund der Streitwert für das Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren\nauf bis 10.750.000 € festgesetzt. Die weitergehende Gegenvorstellung der Beklagten zu 1) wird zurückgewiesen.\n\nDer Gegenstandswert für die außergerichtlichen Kosten des\nNichtzulassungsbeschwerdeverfahrens wird für den Prozessbevollmächtigten der Beklagten zu 2) auf bis 900.000 € festgesetzt.\n\nGründe:\n\n1 1. Die Gegenvorstellung der Beklagten zu 1) gegen die Festsetzung des\nStreitwerts in dem Beschluss vom 19. Dezember 2017, mit dem die Nichtzulassungsbeschwerden der Kläger zu 1., 3., 7.-11., 13.-16., 18., 20., 23., 29., 32.,\n33., 36., 37., 40., 43.- 46., 55., 57., 58., 60., 63., 66., 68., 71.-73., 75., 76., 79.-\n84., 87., 89., 94., 95., 99., 104., 108.-110., 112., 114., 118., 120., 123., 124.,\n126., 127., 129., 136., 140., 141., 151., 152., 155., 159., 163., 164. und der Beklagten zu 2) zurückgewiesen worden sind und die Nichtzulassungsbeschwerde\ndes Klägers zu 144. verworfen worden ist, ist in entsprechender Anwendung\nvon § 32 Abs. 2 Satz 1 RVG statthaft und innerhalb der entsprechend geltenden\n\nFrist von § 68 Abs. 1 Satz 3, § 63 Abs. 3 Satz 2 GKG eingelegt worden (vgl.\ndazu Senatsbeschluss vom 16. April 2014 - XI ZR 38/13, juris Rn. 1 mwN).\n\n2 Die Gegenvorstellung hat in der Sache teilweise Erfolg. Der Gegenstandswert für das Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren beträgt bis zu\n10.750.000 €.\n\n3 Neben der Summe der mit der Nichtzulassungsbeschwerde weiter verfolgten Zahlungsanträge, soweit über diese entschieden worden ist, waren die\nvon der Beklagten zu 2) im Beschwerdeverfahren angegriffenen Verurteilungen\nzur Zahlung zu berücksichtigen.\n\n4 Die von den Klägern im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren weiterhin\nbegehrte Feststellung, die Beklagte zu 1) habe sie von Verbindlichkeiten freizustellen, die durch ihre Beteiligung an der \"G GbR\"\nbegründet worden sind, künftig entstehen oder hiermit in Zusammenhang stehen, sowie die entsprechende Verurteilung der Beklagten zu 2) erhöhen den\nStreitwert. Ein solcher Feststellungsantrag ist im Allgemeinen mit 10% des Nominalwertes der jeweils gezeichneten Beteiligungen anzusetzen (Senatsbeschlüsse vom 15. Januar 2013 - XI ZR 370/11, juris und vom 9. Mai 2017\n- XI ZR 484/15, juris Rn. 3). Im vorliegenden Fall ist jedoch zu berücksichtigen,\ndass während des Berufungsverfahrens eine wirtschaftliche Sanierung des\nFonds durchgeführt wurde, wofür die weit überwiegende Anzahl der Kläger zusätzliche Zahlungen leistete. Diese Beträge sind weitgehend als Klageerweiterungen im Berufungsverfahren zusätzlich geltend gemacht worden und haben\ndamit den Wert der Zahlungsanträge erhöht. Die damit einhergehende Reduzierung der wirtschaftlichen Bedeutung des mit den Feststellungsanträgen verfolgten Freistellungsbegehrens ist im Rahmen der von § 3 ZPO geforderten Ermessensausübung zu berücksichtigen (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Juli 2011\n\n- III ZR 23/11, ZIP 2011, 1686 Rn. 2 mwN). Das rechtfertigt es, die vorliegenden\nFeststellungsanträge mit 5% des Nominalwertes der gezeichneten Beteiligungen anzusetzen. Daraus ergibt sich aufgerundet der festgesetzte Gesamtwert.\n\n5 2. Auf Antrag des Prozessbevollmächtigten der Beklagten zu 2), den dieser nach § 33 Abs. 2 Satz 2 RVG aus eigenem Recht stellen durfte, ist der Gegenstandswert für die außergerichtlichen Kosten des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens hinsichtlich dieses Prozessbevollmächtigten mit bis zu\n900.000 € festzusetzen. Dieser Betrag setzt sich aus dem Wert der im Beschwerdeverfahren angegriffenen Verurteilung der Beklagten zu 2) zur Zahlung\nsowie der ebenfalls angegriffenen Feststellung der Verpflichtung der Beklagten\nzu 2) zur entsprechenden Freistellung von Verbindlichkeiten zusammen, die\n- wie oben ausgeführt - mit 5% des Nennwertes der betroffenen Beteiligungen\nanzusetzen sind.\n\nEllenberger Maihold Matthias\n\nDerstadt Dauber\n\nVorinstanzen:\nLG Berlin, Entscheidung vom 11.09.2008 - 37 O 6/07 -\nKG Berlin, Entscheidung vom 27.05.2015 - 26 U 221/08 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-04-10/xi-zr-515-15","cited_norms":[{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 63","ref_norm":"63","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 3","ref_norm":"3","n":1},{"jurabk":"RVG","ref":"§ 32","ref_norm":"32","n":1},{"jurabk":"RVG","ref":"§ 33","ref_norm":"33","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-04-10/xi-zr-515-15","retrieved":"2026-10-24 08:02:02.562553+00:00"},"card":{"id":"bgh/2018-04-10/xi-zr-515-15","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"11. 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