{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2018:080218BVZR87.17.0","court":"BGH","senate":"5. Zivilsenat","decided":"2018-02-08","aktenzeichen":"V ZR 87/17","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nV ZR 87/17\nvom\n\n8. Februar 2018\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2018:080218BVZR87.17.0\n\nDer V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 8. Februar 2018 durch die\nVorsitzende Richterin Dr. Stresemann, die Richterinnen Dr. Brückner und\nWeinland und die Richter Dr. Kazele und Dr. Hamdorf\n\nbeschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge der Kläger zu 1 bis 3 und zu 8 bis 11 gegen\nden Beschluss des Senats vom 14. Dezember 2017 wird als\nunzulässig verworfen.\n\nGründe:\n\n1 Die gemäß § 321 a ZPO statthafte Anhörungsrüge ist unzulässig, weil sie\nden gesetzlichen Darlegungsanforderungen nicht genügt.\n\n2 1. Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats - auf die auch die\nKlägervertreterin verweist - ist eine Anhörungsrüge nur zulässig, wenn mit ihr\neine neue und eigenständige Verletzung von Art. 103 Abs. 1 GG durch das erkennende Gericht gerügt wird; dabei ist darzulegen, dass das Gericht den Anspruch auf Gewährung rechtlichen Gehörs in entscheidungserheblicher Weise\nverletzt hat (§ 321a Abs. 2 Satz 5 ZPO). Das gilt auch dann, wenn sich die Anhörungsrüge gegen einen Beschluss richtet, mit welchem eine Nichtzulassungsbeschwerde gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO ohne nähere\nBegründung zurückgewiesen worden ist (vgl. zum Ganzen Senat, Beschluss\nvom 19. März 2009 - V ZR 142/08, NJW 2009, 1609; Beschluss vom 15. November 2012 - V ZR 36/12, juris).\n\n3 2. Diesen Anforderungen genügt die Begründung der Anhörungsrüge\nnicht. Da grundsätzlich davon auszugehen ist, dass das Gericht von ihm entgegengenommenes Vorbringen zur Kenntnis genommen und in Erwägung gezogen hat (BVerfGE 54, 43, 46 mwN), und weil sich das Gericht deshalb auch\nnicht mit jedem Einzelvorbringen auseinandersetzen muss (BVerfGE 96, 205,\n217), folgt nämlich allein daraus, dass der Beschluss über die Zurückweisung\nder Nichtzulassungsbeschwerde keine Begründung enthält, noch keine Verletzung des Anspruchs auf Gewährung rechtlichen Gehörs. Vielmehr müssen besondere Umstände des Einzelfalls hinzutreten, aus denen sich klar ergibt, dass\ndas Vorbringen nicht zur Kenntnis genommen oder doch bei der Entscheidung\nnicht erwogen worden ist. Insbesondere ist unter Berücksichtigung der Argumente der Gegenseite aus der Beschwerdeerwiderung darzulegen, dass die\n\nEntscheidung des Senats nur dann erklärbar ist, wenn man eine Gehörsverletzung unterstellt (vgl. Senat, Beschluss vom 19. März 2009 - V ZR 142/08, NJW\n2009, 1609 Rn. 16). Eine solche Darlegung enthält die Begründung der Anhörungsrüge nicht; sie wiederholt im Wesentlichen die - von dem Senat zur\nKenntnis genommenen - zentralen Argumente der Beschwerdebegründung.\n\nStresemann Brückner Weinland\n\nKazele Hamdorf\n\nVorinstanzen:\nAG Köln, Entscheidung vom 04.04.2016 - 202 C 181/15 -\nLG Köln, Entscheidung vom 16.02.2017 - 29 S 88/16 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-02-08/v-zr-87-17","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 321a","ref_norm":"321a","n":2},{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-02-08/v-zr-87-17","retrieved":"2026-10-24 07:59:21.351398+00:00"},"card":{"id":"bgh/2018-02-08/v-zr-87-17","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"5. 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