{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2018:050318BVIZA23.17.0","court":"BGH","senate":"6. Zivilsenat","decided":"2018-03-05","aktenzeichen":"VI ZA 23/17","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nVI ZA 23/17\nvom\n\n5. März 2018\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2018:050318BVIZA23.17.0\n\nDer VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 5. März 2018 durch den Vorsitzenden Richter Galke, die Richterinnen von Pentz, Dr. Roloff, Müller und den\nRichter Dr. Klein\n\nbeschlossen:\n\nDie als Gegenvorstellung auszulegende Gehörsrüge des Klägers\ngegen den Senatsbeschluss vom 6. Februar 2018 wird zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Die als Gegenvorstellung auszulegende Gehörsrüge hat in der Sache\nkeinen Erfolg. Der den Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe ablehnende Beschluss des Senats vom 6. Februar 2018 verletzt den Anspruch des\nKlägers auf Gewährung rechtlichen Gehörs aus Art. 103 Abs. 1 GG nicht. Der\nSenat hat das Vorbringen des Klägers in vollem Umfang geprüft. Die beabsichtigte Rechtsverfolgung bietet keine hinreichende Aussicht auf Erfolg. Die Nichtzulassungsbeschwerde des Klägers wäre als unzulässig zu verwerfen, da der\nder Wert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer 20.000 € nicht\nübersteigt (§ 26 Nr. 8 EGZPO).\n\n2 1. Der Wert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer bemisst sich nach dem Interesse des Rechtsmittelklägers an der Abänderung der\nEntscheidung des Berufungsgerichts (vgl. Senatsbeschlüsse vom 19. Oktober\n\n2017 - VI ZR 19/17, juris Rn. 5; Beschlüsse vom 21. Juni 2016 - VI ZR 152/16,\njuris Rn. 6; vom 14. Juli 2015 - VI ZA 11/15, juris Rn. 2 mwN). Maßgebend für\ndie Bewertung der Beschwer bei der Nichtzulassungsbeschwerde ist der Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht (vgl. Senatsbeschluss vom 27. August 2008 - VI ZR 78/07, VersR 2009, 279 mwN;\nBGH, Beschluss vom 16. Mai 2013 - VII ZR 253/12, aaO Rn. 3). Einem Beschwerdeführer, der nicht glaubhaft gemacht hat, dass bereits in den Vorinstanzen vorgebrachte Umstände, die die Festsetzung eines höheren Streitwerts\n- und einer entsprechend höheren Beschwer - rechtfertigen, nicht ausreichend\nberücksichtigt worden seien, ist es regelmäßig verwehrt, sich im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren auf neue Angaben zu berufen, um die Wertgrenze\ndes § 26 Nr. 8 EGZPO zu überschreiten (vgl. Senatsbeschluss vom 19. Oktober\n2017 - VI ZR 19/17, juris Rn. 5; BGH, Beschlüsse vom 24. Juni 2014 - II ZR\n195/13, juris Rn. 4 mwN; vom 29. Juli 2014 - II ZR 73/14, juris Rn. 10; vom 9.\nDezember 2014 - VIII ZR 160/14, juris Rn. 7; vom 19. Februar 2015 - VII ZR\n176/14, BauR 2015, 1009 Rn. 7).\n\n3 2. Unter Berücksichtigung der vorstehenden Grundsätze übersteigt der\nWert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer 20.000 € nicht. Das\nLandgericht hat den Streitwert im Prozesskostenhilfeverfahren auf 2.500 € festgesetzt und die Sache an das Amtsgericht abgegeben. Hiergegen hat der Kläger keine Einwände erhoben. Nach der Bewilligung von Prozesskostenhilfe\ndurch das Amtsgericht hat er den Streitwert in seiner Klage auf 2.500 € beziffert\nund den mit der Klage u.a. geltend gemachten Anspruch auf Ersatz außergerichtlicher Rechtsanwaltskosten auf der Grundlage eines Gegenstandswerts\nvon 2.500 € berechnet. Erstmals im Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für die Durchführung des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens hat der\nKläger den Wert seines Begehrens auf 24.000 € beziffert, ohne jedoch aufzuzeigen, dass bereits in den Vorinstanzen vorgebrachte Umstände die Festset-\n\nzung eines höheren Streitwerts - und einer entsprechend höheren Beschwer -\nrechtfertigen und bei der Festsetzung des Streitwerts nicht ausreichend berücksichtigt worden seien.\n\nGalke von Pentz Roloff\n\nMüller Klein\n\nVorinstanzen:\nAG Langen (Hessen), Entscheidung vom 19.09.2016 - 55 C 187/15 (11) -\nLG Darmstadt, Entscheidung vom 07.06.2017 - 21 S 121/16 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-03-05/vi-za-23-17","cited_norms":[{"jurabk":"ZPOEG","ref":"§ 26","ref_norm":"26","n":2},{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2018-03-05/vi-za-23-17","retrieved":"2026-10-24 07:59:47.316084+00:00"},"card":{"id":"bgh/2018-03-05/vi-za-23-17","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"6. 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