{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-12_NA_2017-05-31_XII_ZB_170_17_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:310517BXIIZB170.17.0","court":"BGH","senate":"12. Zivilsenat","decided":"2017-05-31","aktenzeichen":"XII ZB 170/17","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nXII ZB 170/17\n\nvom\n\n31. Mai 2017\n\nin der Betreuungssache\n\nECLI:DE:BGH:2017:310517BXIIZB170.17.0\n\nDer XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 31. Mai 2017 durch den Vorsitzenden Richter Dose, die Richter Schilling, Dr. Günter und Dr. Botur und die\nRichterin Dr. Krüger\n\nbeschlossen:\n\nDas Verfahren ist mit der Rücknahme der Rechtsbeschwerde\ndurch das Schreiben des Sohnes der Betroffenen vom 26. April\n2017 abgeschlossen.\n\nGründe:\n\n1 Der Sohn der Betroffenen hat seine vom 9. April 2017 datierte Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des Landgerichts Krefeld vom 1. März 2017\ndurch sein Schreiben vom 26. April 2017 zurückgenommen. Die Rücknahmeerklärung ist nicht deshalb unwirksam, weil der Sohn der Betroffenen sie abgegeben hat, ohne sich entsprechend den Anforderungen des § 10 Abs. 4 FamFG\ndurch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt vertreten zu\nlassen. Da er bereits die Rechtsbeschwerde ohne Beachtung dieses Vertretungszwangs eingelegt hatte, liegt es in seiner Rechtsmacht, den Rechtsbehelf\nin derselben Weise, also persönlich, zurückzunehmen (vgl. BGH Beschluss\nvom 22. März 1994 - XI ZB 3/94 - NJW-RR 1994, 759; BVerwG NVwZ 2009,\n192).\n\n2 Die im nachfolgenden Schreiben vom 28. April 2017 enthaltene Erklärung, die Rechtsbeschwerde wegen veränderter Situation aufrechterhalten zu\nwollen, führt nicht zu einer Fortsetzung des abgeschlossenen Rechtsbeschwer-\n\ndeverfahrens. Als erneute Einlegung einer Rechtsbeschwerde kann dieses\nSchreiben unter Berücksichtigung der wohlverstandenen Interessen des Sohnes der Betroffenen nicht ausgelegt werden, weil zum einen das Erfordernis\nanwaltlicher Vertretung nach § 10 Abs. 4 FamFG wiederum nicht beachtet worden und zum anderen die Rechtsmittelfrist bereits abgelaufen ist. Eine neuerliche Rechtsbeschwerde müsste daher ohne weiteres verworfen werden.\n\nDose Schilling Günter\n\nBotur Krüger\n\nVorinstanzen:\nAG Kempen, Entscheidung vom 03.12.2016 - 30 XVII 40/16 K -\nLG Krefeld, Entscheidung vom 01.03.2017 - 7 T 21/17 -","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-05-31/xii-zb-170-17","cited_norms":[{"jurabk":"FamFG","ref":"§ 10","ref_norm":"10","n":2}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (CE-BGH) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-05-31/xii-zb-170-17","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","retrieved":"2026-10-24 08:02:38.023760+00:00"}}