{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:281117B3STR339.17.0","court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"2017-11-28","aktenzeichen":"3 StR 339/17","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n3 StR 339/17\nvom\n28. November 2017\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Totschlags\n\nECLI:DE:BGH:2017:281117B3STR339.17.0\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 28. November 2017\ngemäß §§ 46, 349 Abs. 2 StPO einstimmig beschlossen:\n\n1. Der Antrag des Angeklagten auf Wiedereinsetzung in den\nvorigen Stand zur Anbringung von Verfahrensrügen wird verworfen.\n\n2. Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Wuppertal vom 19. Januar 2017 wird verworfen.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und\ndie den Nebenklägern im Revisionsverfahren entstandenen\nnotwendigen Auslagen zu tragen.\n\nGründe:\n\n1 Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten verurteilt. Mit seiner hiergegen gerichteten Revision beanstandet der Angeklagte die Verletzung materiellen Rechts.\nAußerdem erstrebt er die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zur Anbringung\nmehrerer Verfahrensrügen.\n\n2 1. Der Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zur Anbringung\nvon Verfahrensrügen ist unzulässig. Die Revisionsbegründungsfrist (§ 345 Abs. 1\nStPO) ist nicht versäumt, da das Rechtsmittel fristgerecht mit der Sachrüge be-\n\ngründet worden ist (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 6. Mai 2014 - 3 StR\n265/13, juris Rn. 4 mwN). Dass der Angeklagte durch zwei Rechtsanwälte verteidigt wird, von denen einer die Sachrüge fristgerecht erhoben, der andere aber die\nFrist zur Geltendmachung von Verfahrensbeschwerden versäumt hat, ändert\nhieran nichts. Denn es handelt sich bei der Revision des Angeklagten unabhängig\nvon der Zahl seiner Verteidiger um ein einheitliches Rechtsmittel mit einer einheitlichen Begründungsfrist (vgl. BGH, Beschluss vom 10. Juli 2008 - 3 StR 239/08,\nBGHR StPO § 44 Verfahrensrüge 14). Eine besondere Verfahrenslage, bei der\nausnahmsweise - insbesondere wegen eines Verschuldens der beteiligten Gerichte oder Behörden - zur Wahrung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 103\nAbs. 1 GG) eine Wiedereinsetzung unerlässlich ist (vgl. BGH, Beschlüsse vom\n27. Mai 2008 - 3 StR 173/08, NStZ-RR 2008, 282, 283; vom 18. Juni 2008 - 2 StR\n485/07, NStZ 2008, 705, 706; vom 27. Februar 2014 - 1 StR 367/13, StraFo 2014,\n333), liegt nicht vor.\n\n3 2. Die durch die zulässig erhobene Sachrüge veranlasste Überprüfung des\nUrteils hat keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben (§ 349\nAbs. 2 StPO).\n\nBecker Gericke Spaniol\n\nTiemann Berg","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-11-28/3-str-339-17","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":2},{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 46","ref_norm":"46","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 345","ref_norm":"345","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-11-28/3-str-339-17","retrieved":"2026-10-24 07:54:19.960588+00:00"},"card":{"id":"bgh/2017-11-28/3-str-339-17","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"3. 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