{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:280617BIVZR221.15.0","court":"BGH","senate":"4. Zivilsenat","decided":"2017-06-28","aktenzeichen":"IV ZR 221/15","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\nIV ZR 221/15\nvom\n\n28. Juni 2017\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2017:280617BIVZR221.15.0\n\nDer IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Vorsitzende\nRichterin Mayen, den Richter Felsch, die Richterin Harsdorf-Gebhardt,\nden Richter Lehmann und die Richterin Dr. Bußmann\n\nam 28. Juni 2017\n\nbeschlossen:\n\nDie Revision der Klägerin gegen das Urteil des 12. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 16. April\n2015 wird gemäß § 552a Satz 1 ZPO auf ihre Kosten zurückgewiesen.\n\nDer Streitwert für die Revision der Klägerin wird auf\n6.000 € festgesetzt.\n\nGründe:\n\n1 I. Die am 12. Mai 1947 geborene, mithin rentenferne Klägerin\nwendet sich nach Umstellung der Zusatzversorgung im öffentlichen\nDienst von einem Gesamtversorgungs- auf ein Punktesystem gegen die\nihr von der beklagten Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder\n(VBL) erteilte, nach einer Satzungsänderung überprüfte Startgutschrift.\nDas Landgericht hat - soweit für die Revision der Klägerin von Interesse\n- deren auf Zahlung einer Rente nach dem alten Satzungsrecht, hilfsweise auf Berücksichtigung verschiedener Rechenparameter bei der Ermit tlung der Startgutschrift gerichtete Klage abgewiesen, das Oberlandesg e-\n\nricht die dagegen gerichtete Berufung zurückgewiesen. Mit ihrer Revision\nverfolgt die Klägerin ihre Klaganträge weiter.\n\n2 II. Wie der Senat bereits im Hinweisbeschluss vom 18. April 2017\ndargelegt hat, liegen die Voraussetzungen für eine Zulassung der Rev ision nicht mehr vor, und die Revision hat keine Aussicht auf Erfolg. Darauf wird Bezug genommen.\n\n3 Auch die von der Revision der Klägerin gerügten Gehörsverstöße\nliegen nicht vor. Mit dem in erster Linie erhobenen Vorwurf der Klägerin,\ndie Satzungsumstellung sei mangels jeglichen Anlasses nicht erforderlich und wegen der damit verbundenen erheblichen Anwartschaftskürzung bei den Versicherten unverhältnismäßig gewesen, hat sich das B erufungsgericht auseinandergesetzt. Die gerügte Nichterhebung des angebotenen Beweises über Auswirkungen des Näherungsverfahrens betrifft vor dem Hintergrund, dass die von der Beklagten ermittelte Startgutschrift den Wert der von rentenfernen Versicherten erlangten Anwar tschaften weiterhin nicht verbindlich festlegt, weil die Übergangsregelung\nin § 79 Abs. 1 und 1a VBLS mit dem allgemeinen Gleichheitssatz aus\nArt. 3 Abs. 1 GG unvereinbar ist, keinen derzeit entscheidungserheblichen Sachvortrag (vgl. Senatsurteil vom 9. März 2016 - IV ZR 9/15,\nBGHZ 209, 201 Rn. 15, 41).\n\n4 Auf den absoluten Revisionsgrund nach § 547 Nr. 6 ZPO kann sich\ndie Revision der Klägerin schließlich ebenfalls nicht berufen. Das Berufungsgericht hat vielmehr im Einzelnen dargelegt, mit welchen Erwägungen es die klägerischen Begehren zurückgewiesen hat.\n\nMayen Felsch Harsdorf -Gebhardt\n\nLehmann Dr. Bußmann\n\nVorinstanzen:\nLG Karlsruhe, Entscheidung vom 09.05.2014 - 6 O 423/12 -\nOLG Karlsruhe, Entscheidung vom 16.04.2015 - 12 U 214/14 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-06-28/iv-zr-221-15","cited_norms":[{"jurabk":"GG","ref":"Art 3","ref_norm":"3","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 547","ref_norm":"547","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 552a","ref_norm":"552a","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-06-28/iv-zr-221-15","retrieved":"2026-10-24 07:58:46.919211+00:00"},"card":{"id":"bgh/2017-06-28/iv-zr-221-15","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"4. 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