{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:260117B5STR472.16.0","court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"2017-01-26","aktenzeichen":"5 StR 472/16","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n5 StR 472/16\n\nvom\n26. Januar 2017\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Untreue\n\nECLI:DE:BGH:2017:260117B5STR472.16.0\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 26. Januar 2017 beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Saarbrücken vom 18. März 2016 wird nach § 349 Abs. 2\nStPO als unbegründet verworfen.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nErgänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:\n\nSelbst wenn es sich bei den Bestimmungen unter Nummern 1 bis 2 des Testaments der C. W. – wie mit dem Schriftsatz der Verteidigung vom\n22. Dezember 2016 entgegen der bisher auch vom Angeklagten, einem\nRechtsanwalt, vertretenen Rechtsansichten erstmals vorgetragen – um Zweckauflagen gemäß § 2193 BGB handeln sollte, ist dem in diesem Fall als Alleinerben anzusehenden Zeugen S. W. durch die Auskehrung von 1,4 Millionen Euro an den Zeugen V. ein Vermögensschaden entstanden.\nDa die Zahlung offensichtlich jeden der von der Erblasserin bestimmten Zwecke\nverfehlte, wäre der Beschwerte weiterhin zur Vollziehung der Auflagen verpflichtet und könnte gemäß § 2194 BGB hierauf in Anspruch genommen werden. Für jeden denkbaren Fall der Auslegung der entsprechenden Testamentsbestimmungen gilt, dass der Angeklagte eine Zahlung an einen Unberechtigten\ngeleistet hat, ohne dass damit erbrechtliche Ansprüche oder Auflagen zum Erlöschen gebracht worden wären. Ob damit gerechnet werden kann, dass künftig\n\nentsprechende Ansprüche tatsächlich mit Erfolg geltend gemacht werden, ist\nschon deshalb unerheblich, weil es für die Beurteilung der Frage, ob ein Vermögensnachteil vorliegt, auf den Zeitpunkt der Vermögensverfügung ankommt.\n\nMutzbauer Sander Schneider\n\nDölp König","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-01-26/5-str-472-16","cited_norms":[{"jurabk":"BGB","ref":"§ 2193","ref_norm":"2193","n":1},{"jurabk":"BGB","ref":"§ 2194","ref_norm":"2194","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-01-26/5-str-472-16","retrieved":"2026-10-24 07:56:19.591760+00:00"},"card":{"id":"bgh/2017-01-26/5-str-472-16","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"5. Strafsenat","date":"2017-01-26","dockets":["5 StR 472/16"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:260117B5STR472.16.0","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:260117B5STR472.16.0"},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 26.01.2017 – 5 StR 472/16","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-01-26/5-str-472-16","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"BGB/2193","law":"BGB","abbreviation":"BGB","ref":"2193","label":"§ 2193 BGB","mentions":1},{"id":"BGB/2194","law":"BGB","abbreviation":"BGB","ref":"2194","label":"§ 2194 BGB","mentions":1},{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:56:19.591760+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}