{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:260117B1STR135.15.0","court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2017-01-26","aktenzeichen":"1 StR 135/15","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n1 StR 135/15\n\nvom\n26. Januar 2017\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht\ngeringer Menge u.a.\n\nECLI:DE:BGH:2017:260117B1STR135.15.0\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 26. Januar 2017 beschlossen:\n\nDer Antrag des Verurteilten vom 9. November 2016 wird zurückgewiesen.\n\nDer Senat hat ein als Revision ausgelegtes Rechtsmittel des Verurteilten\ngegen das Urteil des Landgerichts München I vom 27. Juni 2012 mit Beschluss\nvom 30. April 2015 gemäß § 349 Abs. 1 StPO ebenso als unzulässig verworfen\nwie einen zugleich gestellten Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen\nStand gegen die Versäumung der Frist zur Einlegung der Revision. Die gegen\ndiesen Beschluss des Senats gerichtete Verfassungsbeschwerde des Verurteilten ist erfolglos geblieben (BVerfG, Beschluss vom 28. November 2016\n– 2 BvR 1262/15).\n\nAuf zahlreiche Schreiben des Verurteilten hin hat der Senat durch Beschlüsse vom 2. September 2015 sowie vom 26. November 2015 die jeweiligen\nBegehren zurückgewiesen. Bezüglich der Einzelheiten wird auf den letztgenannten Beschluss verwiesen.\n\nNunmehr beantragt der Verurteilte unter Bezugnahme auf die Gründe\neines in einer ihn betreffenden Strafvollstreckungssache ergangenen Beschlusses des Oberlandesgerichts München vom 26. Oktober 2016 (5 VAs 40/16)\nerneut die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand. Er stützt sich darauf, das\nOberlandesgericht habe festgestellt, in dem ihn betreffenden Verfahren vor\ndem (vormals) erkennenden Landgericht hätten sich Zweifel an der Einhaltung\nder Grenzen des § 257c StPO ergeben.\n\nDas jetzige Begehren des Verurteilten hat keinen Erfolg. Weder liegen\ndie Voraussetzungen für eine Wiedereinsetzung vor noch ist ein Gehörsverstoß\ngegeben. Der Senat hat zu sämtlichen vom Verurteilten aufgeworfenen Aspekten bereits Stellung genommen. Das gilt insbesondere für die Behauptung, der\nvon ihm nach Verkündung des genannten Urteils des Landgerichts München I\nerklärte Rechtsmittelverzicht sei wegen Vorliegens einer informellen Urteilsabsprache unwirksam. Angesichts des Inhalts der Sitzungsniederschrift ist bewiesen, dass es keine Verfahrensabsprache mit dem Verurteilten gegeben hat.\nWegen der Einzelheiten wird auf die Gründe des Senatsbeschlusses vom\n26. November 2015 verwiesen. Da die Beweiskraft der Sitzungsniederschrift\naus § 274 Satz 1 StPO lediglich durch den nicht einmal angetretenen Fälschungsnachweis (vgl. § 274 Satz 2 StPO) erbracht werden könnte, bleibt im\nÜbrigen im Unklaren, warum das Oberlandesgericht glaubt, allein dem Vorbringen des Verurteilten und seines früheren Verteidigers (dazu näher Beschluss\n\ndes Senats vom 26. November 2015) Anhaltspunkte dafür entnehmen zu können, „hinsichtlich derer die Einhaltung der Grenzen des § 257c StPO zumindest\nzweifelhaft erscheint“.\n\nGraf Jäger Cirener\n\nRadtke Bär","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-01-26/1-str-135-15","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 257c","ref_norm":"257c","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 274","ref_norm":"274","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-01-26/1-str-135-15","retrieved":"2026-10-24 07:52:14.329777+00:00"},"card":{"id":"bgh/2017-01-26/1-str-135-15","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. 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