{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:241017BXIZR189.17.0","court":"BGH","senate":"11. Zivilsenat","decided":"2017-10-24","aktenzeichen":"XI ZR 189/17","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nXI ZR 189/17\n\nvom\n\n24. Oktober 2017\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2017:241017BXIZR189.17.0\n\nDer XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 24. Oktober 2017 durch den\nVizepräsidenten Prof. Dr. Ellenberger, die Richter Dr. Joeres und Dr. Matthias\nsowie die Richterinnen Dr. Menges und Dr. Dauber\n\nbeschlossen:\n\nDie Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 13. Zivilsenats des Oberlandesgerichts\nKöln vom 8. Februar 2017 wird zurückgewiesen, weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat und die Fortbildung\ndes Rechts sowie die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts nicht erfordern\n(§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO).\n\nDas Berufungsgericht ist im Ergebnis zu Recht von einem Verbraucherdarlehensvertrag ausgegangen. Nach der Rechtsprechung des Senats (Senatsurteil vom 23. Oktober 2001 - XI ZR\n63/01, BGHZ 149, 80, 83 ff.) ist ein Darlehensvertrag, den eine\nGbR, zu der sich mehrere natürliche Personen zusammengeschlossen haben, geschlossen hat, als Verbraucherdarlehensvertrag anzusehen, wenn das Darlehen nach dem Inhalt des Vertrages nicht für eine bereits ausgeübte gewerbliche oder selbständige berufliche Tätigkeit aufgenommen wird (jetzt: §§ 13, 513 BGB).\nDabei ist das maßgebliche Kriterium für die Abgrenzung einer privaten von einer berufsmäßig betriebenen Vermögensverwaltung\nder Umfang der mit ihr verbundenen Geschäfte. Erfordern diese\neinen planmäßigen Geschäftsbetrieb, so liegt eine gewerbliche\nBetätigung vor. Das Berufungsgericht hat es zwar zunächst unter\nBerufung auf das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 25. März\n\n2015 (VIII ZR 243/13, BGHZ 204, 325 Rn. 30 ff. zur - hier nicht\neinschlägigen - Wohnungseigentümergemeinschaft), abweichend\nvon diesen Grundsätzen, ausreichen lassen, dass der GbR wenigstens ein Verbraucher angehört. Seine anschließend getroffene\nFeststellung, dass die mit dem Darlehen finanzierte Vermögensverwaltung einen planmäßigen Geschäftsbetrieb nicht erfordert,\nbezieht sich aber in der Sache nicht auf den Verbraucher als natürliche Person, sondern auf die GbR. Damit liegen die nach der\nSenatsrechtsprechung erforderlichen Voraussetzungen eines Verbraucherdarlehensvertrags vor.\n\nVon einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2\nHalbs. 2 ZPO abgesehen.\n\nDie Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens\n(§ 97 Abs. 1 ZPO).\n\nDer Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt bis\n185.000 €.\n\nEllenberger Joeres Matthias\n\nMenges Dauber\n\nVorinstanzen:\nLG Aachen, Entscheidung vom 21.05.2015 - 1 O 264/14 -\nOLG Köln, Entscheidung vom 08.02.2017 - 13 U 94/15 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-10-24/xi-zr-189-17","cited_norms":[{"jurabk":"BGB","ref":"§ 13","ref_norm":"13","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 97","ref_norm":"97","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1},{"jurabk":"BGB","ref":"§ 513","ref_norm":"513","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-10-24/xi-zr-189-17","retrieved":"2026-10-24 08:02:00.951940+00:00"},"card":{"id":"bgh/2017-10-24/xi-zr-189-17","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"11. 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